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Posts

Keine Sprachschwierigkeiten auf Helgoland

Heute ist zwar mein erster Urlaubstag, da ich aber erstmal abwarten muss, ob die Fliegers heute überhaupt fliegen, kann ich die Wartezeit auch gut mit einem Blogartikel totschlagen. Wir haben nämlich Nebel und wenn Nebel ist, dann fliegen die Fliegers vom und zum Festland nicht. Aber das wissen wir ja schon alle. Jedenfalls ist gestern etwas passiert, über das es sich durchaus zu berichten lohnt. Was nicht immer der Fall ist. Meine Mama weiß das aus langer leidvoller Telefoniererfahrung mit ihrer Tochter. Aber gestern war es anders. Meine Mama rief gestern abend noch an, um mir einen schönen Urlaub zu wünschen und fragte bei der Gelegenheit, ob es irgendwas Besonderes gäbe. Fragt sie immer. Und ich sage immer: "Nööö, alles beim alten. Insel steht noch - mitten in der Nordsee, Kirche auch, alles gut." Gestern fiel mir dann aber doch noch was ein: Wir haben, seit ich hier bin, unseren ersten zweisprachigen Gottesdienst gefeiert, der nicht im Rahmen unserer Zanzibar-Partnerschaf...

Extrem erschöpft

Da mir im Moment die Kreativität für irgendwelche geistreichen Blogartikel fehlt (habe alles an Kreativität für die Weihnachtspredigten verbraten und brauche die letzten Reste für die Sonntagspredigt!), habe ich beschlossen, mich schonmal frühzeitig in den Urlaub zu verabschieden. Ich tue das mit dem wohl skurrilsten Aufdruck einer Shampooflasche, den das Helgoländer Unterland zu bieten hat. Oder genauer: die Drogerie auf dem Helgoländer Unterland. Also, ich habe keine Ahnung, woran ich extrem erschöpftes Haar erkenne, finde es aber bemerkenswert, dass es eine Shampoomarke gibt, die sich dieser Spezies annimmt. Es gibt bestimmt dann bald auch den Welt-Extrem-Erschöpftes-Haar-Tag. Oder wir gründen die Deutsche Gesellschaft zur Rettung extrem erschöpfter Haare: DGzEEH. Nicht zu verwechseln mit der DGzRS! Ich habe mein Haar jedenfalls nach dem anstrengenden Marsch über 184 Stufen zum Helgoländer Oberland gefragt, ob es sich jetzt extrem erschöpft fühlt. Habe aber keine Antwort bekommen. M...

Lucky wird noch berühmter

Erinnert sich noch jemand an Lucky? Das war der kleine Jack-Russel Terrier, der hier von der Klippe geweht wurde. Ich habe am  30.12.2013 darüber berichtet unter dem Titel "Notfallseelsorge der besonderen Art". Jetzt gibt es die Geschichte auch als Kinderbuch. Lucky heißt darin zwar Otto, meine Jessie sieht sich nicht so wirklich ähnlich, und es gibt noch ein paar andere Dinge, die der künstlerischen Freiheit zum Opfer gefallen sind,  aber ansonsten passt das schon. Jedenfalls hatte ich heute ein Exemplar des Buches in der Post und habe mich riesig gefreut. Das Buch ist, wie ich finde, richtig gut gelungen. Total süüüüüüüüüüüüüüüüß! Tja, und die Helgoländer Feuerwehr landet mit ihren Rettungsaktionen nicht mehr nur im Fernsehen sondern jetzt auch in Kinderbüchern. Wir cool :-D Vielen Dank an die Autorin Christine Gerlach für dieses nette Weihnachtsgeschenk!

Engel gut, alles gut

Mein Tannenbaum hat es tatsäch noch rechtzeitig auf die Insel geschafft, ich habe genügend Engel gebastelt (25: 24 für die Tage im Advent und einen für Weihnachten) und irgendwie blieb bei dem, was Pastorin vor Weihnachten alles zu tun hat, noch Zeit, um den Baum zu schmücken. Wie ich das hingekriegt habe, weiß ich nicht, aber es hat geklappt. Super! Denn dann kann ich morgen ganz entspannt auf Strohballensuche gehen und zig Bettlaken bügeln - für's Krippenspiel natürlich, nicht für die Weihnachtsdeko im Patsorat ;-)

Ein kleiner Hinweis am Rande

Was man einer Pastorin eine Woche vor Heiligabend auf gar keinen Fall zumuten sollte, weil sonst die Gefahr einer Zwangseinweisung noch vor dem ersten Weihnachtsgottesdienst besteht: - Das Ausfindigmachen rausgesprungener Sicherungen    (besonders ohne Taschenlampe im dunklen Gemeindehauskeller!) - Den Gang zum Zoll (der sich auf dem UNTERLAND befindet!), um Sendungen abzuholen - Das Ablesen von Zählerständen - Das Regeln von Unklarheiten bei Nebenkostenabrechnungen -  Die Klärung, ob der bestellte Tannenbaum auch wirklich bestellt wurde    (spätestens hier liegen die Nerven schon blank, aber einmal kommt vor Heiligabend ja noch Fracht) - und damit verbunden: Sturm (dann kommt nämlich keine Fracht mehr)! - Das Zurverfügungstellen von Bastelanleitungen für Engel - Das Bezahlen von Geldern nach einem Spendenlauf - Das Aushängen von Veranstaltungsplakaten - Das Auftreiben von Krippenspielkostümen - Das Erledigen von Bürokram - und damit verbunden: den Weg zum Brief...

Gefilzte Ökumene

So, und hier ist das protestantische Schaf, das an Weihnachten die katholische Weihnachtskrippe zieren wird. Auch wenn es zwischendurch mehr nach einer Kreuzung aus Kegelrobbe und Kuh aussah,  ist es am Ende doch zu einem echten ökumenischen Botschafterschaf zurechtgefilzt worden. Ein Schild mit der Aufschrift "Ich bin dagegen!" (von wegen protestantisch und so)  haben wir uns verkniffen.  Außerdem: Ein Schaf mit einem Schild, auf dem steht "I ch bin dagegen!" sieht in jeder Weihnachtskrippe blöd aus, nicht nur in einer katholischen. Ich  habe jedenfalls trotz zerpiekter Finger ein neues Hobby: Trockenfilzen! (Beim Trockenfilzen wird Wolle so lange mit Nadeln gepiekt, bis sie vor lauter Frust ganz filzig wird. Naja, und ich habe, dusselig wie ich nun mal bin, nicht nur die Wolle gepiekt sondern auch meine Finger.) Hm, vielleicht bekommt der Pastoratstannenbaum im nächsten Jahr lauter Filzschafe anstatt Gesangbuchengel. Dann muss ich allerdings jetzt schon mit der Sc...

Reif für den Therapeuten?

Ich wurde gerade gefragt, ob ich mir eigentlich selber zuhöre. Dabei hatte ich nur gesagt: "Ich habe keine Lust, einen Engel zu basteln. Aber ich muss heute noch einen Engel basteln, sonst muss ich morgen zwei Engel basteln und das kann ich nicht, weil ich morgen Schafe basteln muss." Naja, und darauf kam die Frage: "Hörst du dir eigentlich selber zu?" Eigentlich kam davor noch eine andere Frage: "Und was sagt dein Therapeut dazu?" Nix sagt mein Therapeut dazu! Hab' ja gar keinen Therapeuten. Brauch' auch keinen, denn im Moment tickt in meinem Kopf noch alles genau so, wie es soll. Ich finde es absolut logisch, nachvollziehbar und verständlich, dass ich heute noch einen Engel basteln muss, damit es morgen nicht gleich zwei sind. Ich habe mir nämlich vorgenommen, meinen Weihnachtsbaum in diesem Jahr mit selbstgebastelten Engeln zu bestücken. Ich tue das nicht, weil mir während der Adventszeit sonst langweilig wäre. Die noch anstehenden Weihnachtspre...