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Hände

Heute ist ein erster Sonntag im Monat, was hier auf Helgoland bedeutet, dass wir den Gottesdienst mit Heilungssegen feiern. Wir machen das ja nun schon einige Jahre mit dem Heilungssegen, aber ich habe heute zum ersten Mal darauf geachtet, was das für Hände sind, die mir da entgegengestreckt werden, um mit Salböl ein Kreuzzeichen aufgemalt zu bekommen. Eigentlich sehe ich den Menschen gerne in die Augen beim Salben. Einmal, um sie wissen zu lassen: Du bist gemeint und niemand anderes. Gott ist gerade ganz für dich da. Und auch um einen Eindruck zu bekommen, wie die Leute so drauf sind. Manche nimmt dieser Heilungssegen emotional sehr mit. Ich habe dabei schon diverse Male Tränen fließen sehen. Manchmal ist es dann gut, wenn nach dem Gottesdienst noch Gelegenheit für ein Gespräch ist. Wenn ich dann zum Schluss die Hand für den Segen auflege, mache ich fast immer die Augen zu. Warum, weiß ich gar nicht so genau. Jedenfalls habe ich mir beim Salben und Segnen noch nie die Hände der Mensch...

Noch ein Gebet

Perlen des Glaubens - Morgengebet   Gott:  Im Namen Gottes †, der das Licht des Lebens ist,  begrüße ich diesen neuen Tag. Stille Ich:  Gott, ich danke dir für diesen Tag und nehme ihn aus deiner Hand entgegen, mit allem,  was er für mich bereithält. Taufe:   Lass mich auch heute spüren, dass du mir nahe bist und mich auf jedem Schritt, den ich tue, begleitest. Stille Wüste:   Schenke mir Mut für alles, was mich herausfordert. Schenke mir Kraft für alles, was schwierig ist. Schenke mir Energie für alles, was mich ermüdet. Stille   Gelassenheit:  Schenke mir die Fähigkeit zur Gelassenheit in allem, was mich zu  überwältigen droht. Schenke mir die Fähigkeit zur Freude über alles, was mir heute an Schönem begegnet. Stille   Liebe:  Ich danke dir dafür, dass ich geliebt bin. Liebe:   Ich bitte dich darum, dass ich all denen liebevoll begegne, die heute meinen Weg kreuzen oder ein Stück mitgehen durch diesen Tag. Geheimnis...

Gebete schreiben

Ich weiß nicht, ob das Schreiben von Gebeten nun auch unbedingt zu den Aufgaben einer Pastorin oder eines Pastors gehören muss. Ich glaube, es hängt wohl davon ab, ob einem sowas liegt. Manchen liegt das überhaupt nicht und die verfahren - völlig legitimerweise, wie ich finde - nach dem Motto: Gut geklaut ist halb gebetet. Ich klaue auch - ganz oft sogar: Schon vorgefertigte Fürbitten für den Gottesdienst. Manchmal übernehme ich die so, wie sie sind. Manchmal schreibe ich sie ein bisschen um. Und ab und zu fallen mir auch ganz eigene Fürbitten ein.  Dabei denke ich schon, dass mir das Formulieren von Gebeten eigentlich liegt. Im Grunde tue ich es gerne, aber immer nur ab und zu, weil mir oft die Zeit, Ruhe und Muße fehlen. Und weil ich es als tierisch anstrengend empfinde! Deshalb brauche ich fast immer einen ganz, ganz, ganz (!) triftigen Grund, um selber ein Gebet zu formulieren.  Gestern fehlte mir vor dem Schlafengehen ein Gebet, in dem es um Reinigung geht. Ich habe das h...

Kirche am Urlaubsort - So langsam nimmt die Sache Gestalt an

Der Sommer rückt näher ... Ja, tut er wirklich! Lasst euch vom Wetter nicht auf die falsche Fährte führen - von wegen Schnee und so!  Also: Der Sommer rückt näher und damit auch wieder das Programm von "Kirche am Urlaubsort". Ich muss sagen, dass wir dieses Mal schon beim Planungstreffen am letzten Samstag hier auf der Insel vollen Einsatz gezeigt haben. Da hat es zwar noch nicht geschneit, aber dafür geregnet, gestürmt, gehagelt - und gesonnenscheint auch mal zwischendurch. Und wir, meine Teamleiterin und ich, waren fast den ganzen Tag draußen unterwegs, um die Insel zu erkunden und mögliche gute Orte (Lokeysch'ns heißt das ja heute) für diverse Veranstaltungen zu finden. Ist uns auch gelungen, glaube ich.  Auf Helgoland kann man da auch nicht wirklich viel verkehrt machen, denn irgendwie ist es ja überall schön. Manche Orte stellen zwar unter Umständen eine logistische Herausforderung dar, aber wir sind ja Profis. Meistens jedenfalls. Und weil wir so professionell sind,...

Von der Kunst, effektiv Zeit totzuschlagen

Ich befinde mich mal wieder in der Warteschleife. Und das nervt mich gerade unsäglich! Ich bin zu einer Besprechung auf dem Festland, aber die Besprechung findet leider erst um 14.30 Uhr statt. Rüberfliegen musste ich natürlich schon vormittags um 8:50 Uhr, um pünktlich um 14.30 hier sein zu können. Das heißt: Ich habe viiiiiiiel Zeit, um ...., ja um was zu machen? Nach über fünf Jahren Pastorendasein auf Helgoland bin ich ja schon eine echte Expertin im Zeittotschlagen. Ist ja nicht das erste Mal, dass ich irgendwo auf dem Festland auf einen Termin warten muss. Oder auf den Abflug, oder auf die Mitfahrgelegenheit, oder darauf, dass die Geschäfte aufmachen. In der Regel nehme ich mir einfach Arbeit mit, die ich auch von Unterwegs aus erledigen kann. Predigtvorbereitung eignet sich da immer gut. Wenn WLAN vorhanden ist, dann kann ich sowohl Recherche für's Predigtthema betreiben als auch dienstliche Emails bearbeiten. Das war auch der Plan für heute. Ich hatte schon alles im Vorwege...

Best of Telekom

Bevor ich zu den Best-of-Telekom Sprüchen komme, muss ich euch erstmal den Hintergrund schildern. Die Telekom zwingt ihre Kunden ja gerade zu neuen Verträgen, weil die alte Technik mit den Neuerungen nicht mehr mithalten kann. Glaube ich jedenfalls, denn so wirklich erklären konnte mir das im Telekom-Callcenter niemand. Aber egal. Darüber will ich jetzt auch gar nicht streiten, denn am Ende habe ich ja gar keine Wahl. Ich rief also pflichtschuldigtst im Dezember letzten Jahres bei der Telekom an, um einen neuen Vertrag abzuschließen. Nachdem mir diverse Modelle genannt wurden, wurde mir mitgeteilt, dass das aber jetzt sowieso nicht ginge, weil auf Helgoland nichts zur Verfügung stünde. Ich sollte mich im neuen Jahr nochmal melden, so im Februar vielleicht.  "So im Februar vielleicht" war ich dann allerdings im Urlaub. Und "so im Februar vielleicht" kam das Schreiben der Telekom, dass ich mich doch bitte umgehend um einen neuen Vertrag kümmern möge, da man mir sonst ...

Nochmal Snapchat

Ich kann ja mit Snapchat rumspielen wie ein kleines Kind. Macht voll Spaß! Allerdings stelle ich gerade fest, dass mein neues heißgeliebtes Spielzeug auch eine Menge Stress verursachen kann. Und kleine Kinder sollten doch gar keinen Stress haben, finde ich. Das ist was für Erwachsene. Und bei denen muss das eigentlich auch nicht sein. Aber ich komme hier gerade vom Thema ab. Also, wo war ich? Ach ja: Snapchat. Es wird langsam stressig, weil: - es noch ein zusätzliches Netzwerk ist, das ich neben Facebook, Twitter, WhatsApp Gruppen und Instagram pflegen muss - die Beiträge nicht völlig sinnbefreit sein sollen, auch wenn sie nach 24 Stunden wieder verschwunden sind - die ersten Leute sich inzwischen trauen, mich in Chats zu verwickeln (also Gespräche via Textnachrichten mit mir zu führen) - ich die völlig bekloppte Idee hatte, meine sogenannten "Stories" nun auch noch zweisprachig zu gestalten, deutsch und englisch, weil ich inzwischen auch nicht-deutschsprachige Snapchat Bekan...