Heute ist ein erster Sonntag im Monat, was hier auf Helgoland bedeutet, dass wir den Gottesdienst mit Heilungssegen feiern. Wir machen das ja nun schon einige Jahre mit dem Heilungssegen, aber ich habe heute zum ersten Mal darauf geachtet, was das für Hände sind, die mir da entgegengestreckt werden, um mit Salböl ein Kreuzzeichen aufgemalt zu bekommen. Eigentlich sehe ich den Menschen gerne in die Augen beim Salben. Einmal, um sie wissen zu lassen: Du bist gemeint und niemand anderes. Gott ist gerade ganz für dich da. Und auch um einen Eindruck zu bekommen, wie die Leute so drauf sind. Manche nimmt dieser Heilungssegen emotional sehr mit. Ich habe dabei schon diverse Male Tränen fließen sehen. Manchmal ist es dann gut, wenn nach dem Gottesdienst noch Gelegenheit für ein Gespräch ist. Wenn ich dann zum Schluss die Hand für den Segen auflege, mache ich fast immer die Augen zu. Warum, weiß ich gar nicht so genau. Jedenfalls habe ich mir beim Salben und Segnen noch nie die Hände der Mensch...