Freitag, 19. Dezember 2014

Das Friedenslicht ist im Helgoländer Pastorat angekommen!


Nachdem ich gestern froh war, nach einem Festlandstermin endlich selbst heil wieder auf der Insel zu sein (die Wetterprognosen waren weder fürs Flugzeug noch fürs Schiff gut), hatte ich die Hoffnung für das Friedenslicht aus Bethlehem schon fast aufgegeben. Eigentlich hätte es morgen von Pfadfindern und Pfadfinderinnen mit der "Funny Girl" nach Helgoland gebracht werden sollen. Aber: "Aufgrund der aktuellen Wetterlage findet am Samstag, den 20.12. 2014 keine Fahrt von Cuxhaven nach Helgoland und zurück statt", so die Auskunft der Reederei. Aber heute fuhr das Schiff noch und so wurde kurzfristig umdisponiert. Das Friedenslicht wurde heute Morgen in Cuxhaven an Bord gebracht und zusammen mit einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin der katholischen Gemeinde habe ich es vorhin abgeholt. Nun ist es hier! (Nur leider ohne die Pfadfinder)

(Die Zahlmeisterin hat uns netterweise beim Losbinden geholfen)

Dass es auch in diesem Jahr wieder Helgoland erreicht hat, ohne auszugehen, ist schon ein kleines Wunder, besonders wenn man sich die Konstruktion ansieht, mit der die Laterne achtern auf der "Funny Girl" festgemacht war. Ich selbst habe ein Windlicht ins Windlicht gestellt, damit es nur ja nicht ausgeht auf dem Weg zum Oberland, denn es ist stellenweise schon ziemlich windig hier. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Reederei Cassen-Eils und EMT Helgoland brennt es nun im Helgoländer Pastorat, wo es ab jetzt jederzeit abgeholt und über die Insel verteilt werden kann.

Die Friedenslicht-Andacht in der katholischen St.Michaeliskirche kann somit auch wie geplant morgen um 13.30 Uhr stattfinden.

(Unsere Laternen warten am Hafen auf das Friedenslicht)


(Das Licht ist "umgefüllt" und die Transportlaterne kann sich auf die Rückreise begeben)


(Das Friedenslicht brennt nun im Helgoländer Pastorat)

In diesem Sinne euch allen einen schönen 4. Advent und, ganz wichtig(!): 
Friede sei mit euch!


Samstag, 13. Dezember 2014

Es nagt der Zahn der Zeit


(Dieses beeindruckende Bild hat mir Jörn Kessels netterweise zur Verfügung gestellt. Danke!)

Es war schon ein komisches Gefühl, als ich da heute Morgen am Klippenrand stand und mich wunderte, wo die Bank geblieben ist, auf der ich sonst auf meiner Hunde-Runde so gerne eine Pause einlege. Und es hat mich auf meinem morgendlichen Spaziergang mit Jessie über einige Dinge rumphilosophieren lassen: 

Wie es hier wohl vor 2000 Jahren ausgesehen hat, zu der Zeit etwa, als Jesus geboren wurde?
Wie mein kleines Fleckchen Heimat mitten in der Nordsee wohl in 2000 Jahren aussehen wird, wenn es uns alle schon lange nicht mehr gibt?
Vor 2000 Jahren sah die Welt jedenfalls ganz anders aus.
In 2000 Jahren wird die Welt auch ganz anders aussehen als heute.
Wie gehen wir Menschen eigentlich mit Veränderungen um?
Wie gehen wir Christen mit Veränderungen um?
Was passiert, wenn der Raum, in dem wir leben, immer kleiner wird?
Begeben wir uns auch in Lebensgefahr, wenn wir die veränderte Landschaft von Kultur und Gesellschaft betreten?




Freitag, 12. Dezember 2014

Tannenbaumschmuck

Nein, es war dieses Mal nicht der Kindergarten, der den Schmuck für unsere Weihnachtsbäume gebastelt hat ... Ob die Kinder beim Basteln auch so viel Spaß haben wie wir?! Zu bewundern sind die Kunstwerke jedenfalls an Weihnachten in der Kirche.

Euch allen einen schönen 3. Advent!






Mittwoch, 26. November 2014

Der liebe Gott hat geschlossen?

Ja, wir kämpfen mit den den hohen Heizkosten! Trotzdem besitzen wir aber durchaus Kommunikationsmittel wie Telefon, Internet, den guten alten Briefkasten, oder einfach die Türklingel. Da muss die Kirchenwand doch eigentlich nicht als Briefpapier-Ersatz herhalten, oder?!


Mittwoch, 19. November 2014

Himmel hilf! Oder: Das Kreuz mit den Passwörtern

Ich muss gestehen, dass ich fast so erschöpft bin wie nach einem weihnachtlichen oder österlichen Gottesdienstmarathon!  Schuld sind die Passwörter! Eigentlich wollte ich nur das Eine oder Andere auf Computer, Tablet, Handy und im Internet auf Vordermann bringen, aber die Fülle der Konten, in die ich mich einloggen musste, hat meine Nerven aufs Äußerste strapaziert. Natürlich gibt es für jedes Konto ein eigenes Passwort - ich bin ja auf Sicherheit bedacht! Und natürlich habe ich nicht jedes einzelne Passwort im Kopf. Aufschreiben soll ich sie nicht, den Namen meines Haustieres verwenden soll ich nicht, Geburtsdaten und ähnliche Dinge sind auch tabu. Diverse Male habe ich mir heute die Frage gestellt: "Oh Gott, wie komme ich jetzt bloß in dieses Konto rein???!!!"

Und ich hatte heute nur mit einem Bruchteil der Passwörter zu tun, die mein Leben regeln. Außer PC, Handy und Tablet gibt es ja auch noch Bankkonten, Kredit- und EC Karten, Telefonanbieter, Onlinekonten für "Gas, Wasser, Sch...", Strom, TV und nicht zu vergessen die ganzen Bestellmöglichkeiten, die es im Internet so gibt und die der Insulaner an sich mangels Angeboten vor Ort gerne nutzt. Für all diese schönen Sachen müssen Passwörter oder PIN Nummern her. Wer zum Geier soll sich die denn alle merken?!

Der Vorteil meiner Vergesslichkeit ist: Ich kann auch unter Folter meine Passwörter nicht preisgeben, weil ich sie schlichtweg nicht mehr weiß. Wie gesagt: Ich bin auf Sicherheit bedacht ;-)

Aber es ist schon faszinierend, wieviel Zeit und Energie dabei drauf geht, hier eine Kontoeinstellung zu ändern oder da ein Update durchzuführen. Wobei ich zugeben muss, dass mich das Ändern der Einstellungen gar nicht so viel Zeit gekostet hat. Dafür habe ich Stunden gebraucht, um meine Passwörter ausfindig zu machen. 

Soll die moderne Technik uns nicht eigentlich das Leben erleichern? Also ich hätte gerade nichts dagegen, wie der gute alte Mose alles auf Steinplatten zu meißeln. Und der Erfolg gibt mir Recht: Die zehn Gebote wissen wir schließlich nach tausenden von Jahren noch, während unsere Passwörter schon nach Minuten im Sumpf des Vergessens verschwinden ;-)