Montag, 27. Juli 2015

Like a Minion

Jemand hat kürzlich behauptet, ich würde meiner Mutter immer ähnlicher werden. Wenn ich mir die Bilder vom heutigen Übungsdienst so begucke, dann macht mir das Angst! Mutti: Gibt es da irgendwas, das ich wissen sollte???








Mittwoch, 22. Juli 2015

(Fast) immer noch seekrank



So schön es da draußen auch ist, wenn wir nicht unter Segel fahren, wird mir immer noch schlecht. Trotz toller Aussicht, trotz Schokolade, trotz Antiseekrankheitsenten, trotz ausgedehnter Trainingseinheiten. Sogar diese Akkupressur-Armbänder habe ich ausprobiert. Die sollen verhindern, dass einem schlecht wird. Haben sie aber nicht. Könnte natürlich sein, dass ich mit den Akkupressurnüpsies nicht die Antiübelkeit-Akkupressurpunkte erwischt habe. Da muss man ja ganz genau zielen. Bin irgendwie schon daran gescheitert, dass ich nicht wusste, welche von meinen vielen Falten denn die zweite Handgelenksfalte ist. Jedenfalls hat mir keiner gesagt, dass man zum Anlegen eines Akkupressurarmbandes ein nautisches Patent braucht, seufz.

Also Papi, nur dass du's weißt: Dass ich deine braunen Augen habe, finde ich ja klasse, aber das Seekrankheitsgen hättest du mir wirklich nicht vererben müssen! 

Allerdings habe ich inzwischen festgestellt, dass es mir jedes Mal gut ging, wenn ich vor dem Törn Lakritz gegessen hatte. Ob das meine neue Wunderwaffe werden könnte? Frei nach dem Salzige-Heringe-Motto "Es war vollbracht: Ihr wurde NICHT speiübel" und " Es hat sich gelohnt: Sie hat NICHT ins Boot gereiert" 



Ich werde mal ausgiebige Forschung betreiben. Wäre doch gelacht, wenn wir aus mir nicht noch einen seefesten Skipper machen, ha!




Dienstag, 7. Juli 2015

Gremlins im Pastorat?

Ich habe die Vermutung ja schon länger, dass mit dem Helgoländer Pastorat was faul ist. Ständig verschwinden hier Dinge. Oder funktionieren nicht richtig.

Da ist zum Beispiel der Receiver, der mir neuerdings ständig erzählt, dass die Aufnahme nicht durchgeführt werden konnte wegen Unterbrechung der Stromzufuhr. Wir hatten aber gar keinen Stromausfall und die Stecker sind auch alle drin. Seltsam. 

Dass die Scheidungsrate unter meinen Socken ziemlich hoch ist, daran habe ich mich ja bereits gewöhnt. Offensichtlich scheint es für so eine Sockenpartnerschaft ziemlich belastend zu sein, wenn beide zusammen in die Waschmaschine müssen. Ein Socken verschwindet dann gerne auf Nimmerwiedersehen. 

Seit Wochen vermisse ich meinen kleinen Segensengel, den ich sonst ständig in der Hosentasche mit mir rumschleppe. Ich habe schon sämtliche Hosentaschen gefilzt und sogar das ganze Pastorat auf den Kopf gestellt, kann ihn aber einfach nicht finden. Selbst das Durchwühlen des Wäschepuffs (ich dachte, er könnte da reingefallen sein) hat den Engel nicht zutage gefördert. Da waren nur Stinkesocken drin - einzelne natürlich, keine Paare! Vielleicht ist der Segensengel mit einem Socken durchgebrannt. Man weiß ja nie.

Den Messbecher für's Hundefutter, der auch schon seit einer ganzen Weile verschwunden war, habe ich gerade wiedergefunden. Im Tannenbaumständer! 



So langsam kommt mir der Verdacht, dass ich im Pastorat Mitbewohner habe, von denen man mir nichts gesagt hat: Gremlins! Kleine Monster, die allerlei Schabernack treiben. Wenn ihr ein Kind der 80er seid, so wie ich, dann erinnert ihr euch noch an den Kinofilm. Aber ich schwöre hoch und heilig, dass ich keine kleinen "Gizmos" nach Mitternacht gefüttert habe. Ich habe auch keinen kleinen Gizmo nass werden lassen!  Trotzdem bin ich überzeugt, dass hier Gremlins am Werk sind. Sonst würden doch nicht lauter so seltsame Sachen passieren. 

Vielleicht ist ja einer meiner Vorgänger schuld? Vielleicht wurden schon beim Bau des Pastorates Gremlins mit eingeschleppt? Ob ich wohl eine Mietminderung erwirken kann wegen der Gremlins?  

Freitag, 3. Juli 2015

Reiseenten gegen Seekrankheit



Heute wurden mir Reiseenten gegen Seekrankheit verordnet, nebst einer Tafel Schokolade!

Ich habe noch ein bisschen mehr von meinem latent schlechten Gewissen abgebaut, indem ich mich bei der "Seekranken-Auffangstation" des DRK an der Landungsbrücke habe blicken lassen. Ich wollte doch endlich den Becher Kaffee schnorren, der mir schon im letzten Jahr zugedacht war. Denn wie das immer so ist: zu viel zu tun, um die zwischenmenschlichen Beziehungen auf der Insel zu pflegen.

Zwei ganz liebe Rotkreuzler sind nämlich gerade wieder auf der Insel, um ihren ehrenamtlichen Dienst zu leisten. Sie kümmern sich übrigens nicht nur um von Seekrankheit geplagte Helgoland-Reisende sondern vergeben auch Besichtigungstipps und versorgen halb verdurstete Hunde mit frischem(!) Wasser. Schon spannend, dass es Hunde gibt, die lieber Durstqualen erleiden als un-frisches Wasser zu trinken. Meinem Vierbeiner würde das nicht  passieren. Die trinkt sogar Wasser mit Kohlensäure wenn sie richtig Durst hat, obwohl sie das Kribbeln ziiiiiiiemlich unangenehm findet.

Jedenfalls waren den beiden Rotkreuzlern meine Probleme mit der Seekrankheit bekannt und so bekam ich denn die bereits erwähnte Schokolade und zwei Enten: eine Rotkreuzente für leichtere Anfälle von Seekrankheit und eine Krankenschwesterente für die schweren Attacken. Wie gut, dass solche Enten leicht zu reinigen sind ;-)

Inzwischen habe ich die Enten auch schon aufs Boot verfrachtet, wo sie der "Duck-dich-Ente" Gesellschaft leisten. Die ist nach dem letzten Gewitter bestimmt froh, dass sie nun nicht mehr alleine an Bord ist. Die Gitarrenente, die mir auch zwei ganz liebe Besucher mitgebracht haben, konnte ich leider nicht dazu bewegen, mit aufs Boot zu kommen, um beim Segeln ein paar Shanties zu spielen. Die wollte lieber in der Kirche mitmachen, wenn es mal wieder die Kombination aus E-Gitarre und Orgel zu hören gibt.

Ist vielleicht auch ganz gut so, denn wenn der Entenbestand auf dem Boot weiter so zunimmt, dann befürchte ich, dass wir irgendwann absaufen. Angedacht war nämlich auch die Anschaffung von Positionsenten und Fenderenten. Aber ich glaube, das lasse ich lieber. Ich will mich ja hier nicht zum Affen machen! (Oder zur Ente)


Donnerstag, 25. Juni 2015

Nachtrag Spatzen-Rettungsaktion

Nest leer, Spatz weg!  Ich sagte ja: Ein bisschen fliegen kann er schon. Aber eigentlich will ich jetzt gar nicht so genau wissen, was da passiert ist. Vielleicht haben Mami und Papi ihm eine Portion Red Bull eingeflößt und er konnte nach Hause fliegen. Könnte doch sein??? Sagt, dass das so sein könnte!!!


Spatzen-Rettungsaktion


Der kleine Kerl hier war wohl aus dem Nest gefallen. Entdeckt haben wir ihn, weil er unter der Gartenschaukel saß und lauthals schimpfte. Was tun? Erstmal oben aus dem Dachfenster gucken, ob irgendwo in der Dachrinne das Nest ist. Hm, kein Nest. Plan B: Vogelhäuschen in den Baum hängen, den kleinen Spatz reinsetzen und hoffen, dass die Eltern ihn finden. 

Doch dann entdeckten wir das Nest - dachten wir zumindest. Aber: falsches Nest. Die Jungen da drin sahen ganz anders aus. (Inzwischen weiß ich, dass das Amseln sind und keine Spatzen.)


Dann noch ein Nest entdeckt. Unbewohnt. Das ist also auch nicht das richtige, aber egal. Irgendwo muss der kleine Kerl ja hin, damit ihn keine Katze holt. Also wurde das leerstehende Nest einer Renovierung unterzogen. Allerdings hatten wir es zu gut ausgepolstert und als wir "Sparrow the Kid" reinverfrachtet hatten, sprang er gleich wieder raus und landete im Baum. Ein bisschen fliegen kann er nämlich schon. Aber nur ein bisschen. 


Gemütliche Innenausstattung also wieder raus aus dem Nest, damit das Spatzenkind nicht rüberklettern kann. "Sparrow the Kid" wieder einfangen (natürlich mit Handschuhen!) und rein ins Nest und jetzt hoffen, dass ihn die Eltern finden. Aber das sollte kein Problem sein. Laut genug ist er schließlich.


Sieht ein bisschen ungemütlich aus, ich weiß. Aber es ist zu seinem Besten. Vielleicht rücken die Eltern noch ein paar Federn raus für's Ambiente.





Mittwoch, 24. Juni 2015

Wo bleibt der Sommer???

Jetzt geht das schlechte Wetter nicht mehr nur mir auf die Nerven. Jessie war bei dem Schietwetter kaum vor die Tür zu kriegen. Und die ist eigentlich hart im Nehmen. Nur ganz kurz in den Garten, mit angelegten Ohren und gaaaaanz schnell wieder rein in die warme(!) Bude. Ja, ich gestehe: Ich habe die Heizung angemacht. Schuldig im Sinne der Anklage. Wärmflasche und dicke Pullies reichen einfach nicht. Jedenfalls hat sich Jessie nach dem Frühstück gleich wieder in ihr Bett verkrümelt. Ich wünschte, ich könnte das auch. Ich mag bei dem Wetter nämlich überhaupt nicht vor die Tür. Auch nicht mit angelegten Ohren.