Montag, 30. Januar 2012

Goodbye Karen

Sehr traurige Nachrichten erreichen mich an meinem ersten Abend in meinem neuen Zuhause auf Helgoland: eine liebe Freundin ist gestern ganz unerwartet gestorben.

Karen, du wirst immer einen Platz in meinem Herzen haben! Meine Gedanken und Gebete sind mit deiner Familie und deinen Freunden.

Die einzigen Worte, die ich Moment habe, sind die von Alan Jackson (Sissy's Song):

Why did she have to go
So young I just don't know why
Things happen half the time
Without reason without rhyme
Lovely, sweet young woman
Daughter, wife and mother
Makes no sense to me
I just have to believe

She flew up to Heaven on the wings of angels
By the clouds and stars and passed where no one sees
And she walks with Jesus and her loved ones waiting
And I know she's smiling saying
Don't worry 'bout me

Loved ones she left behind
Just trying to survive
And understand the why
Feeling so lost inside
Anger shot straight at God
Then asking for His love
Empty with disbelief
Just hoping that maybe

She flew up to Heaven on the wings of angels
By the clouds and stars and passed where no one sees
And she walks with Jesus and her loved ones waiting
And I know she's smiling saying
Don't worry 'bout me

It's hard to say goodbye
Her picture in my mind
Will always be of times I'll cherish
And I won't cry 'cause

She flew up to Heaven on the wings of angels
By the clouds and stars and passed where no one sees
And she walks with jesus and her loved ones waiting
And I know she's smiling saying
Don't worry 'bout me
Don't worry 'bout me
Don`t worry 'bout me

Sonntag, 8. Januar 2012

Erste Eindrücke von der neuen Heimat

Am Dreikönigstag, sprich Freitag den 6.1.2012, war es endlich soweit: der langersehnte Besuch auf Helgoland. Das Wetter war uns wohlgesonnen, ausnahmsweise mal kein Sturm. Es schien sogar die Sonne, was ja in den letzten Wochen nicht oft der Fall war. Von Österdeichstrich ging es mit dem Flieger in 20 Minuten zur vorgelagerten Düne und von da aus mit dem Boot weiter zur Hauptinsel. Der Flug war ruhig, fast wie eine Busfahrt, und mein Vierbeiner wurde nur beim Starten der lauten Motoren etwas unruhig. Den Rest des Fluges hat sie entspannt auf meinem Schoß verbracht und sich ganz interessiert die Nordsee von oben beguckt. Ich war nicht ganz so entspannt, ein Hund mit 30 Kilo Lebendgewicht kann schon ganz schön schwer werden.

Noch am Flughafenschalter auf der Düne wurde ich feuerwehrtechnisch eingewiesen - sehr zum Gelächter der dort wartenden Feriengäste: Dienst sei immer Montags um 19.30 Uhr. Man wußte also schon, wer ich bin :-)

Nach der Ankunft auf der Hauptinsel wurde Quartier im Pastorat auf dem Oberland bezogen, wo wir die erste Nacht im bald neuen Heim verbringen würden. Da bekamen wir dann auch schon die Warenliste eines der beiden Insel-Großhändler in die Hand gedrückt, bei denen wir in Zukunft unsere Lebensmittel und alles, was man sonst noch so braucht, bestellen werden. Die zweite Liste folgte wenig später und ich war ganz aus dem Häuschen! Muß ich doch nicht mehr schlechtgelaunt durch irgendwelche Supermärkte tigern, in dem verzweifelten Versuch, meine Einkaufsliste abzuarbeiten. Einkaufen kann ich nämlich gar nicht leiden! Muß ich auch bald nicht mehr, da mir die bestellten Waren direkt bis vor die Tür gebracht werden, einschließlich der schweren Getränkekisten. Als mir das ganze Einkaufs-Prozedere erklärt wurde, schoss mir durch den Kopf: "Ich bin im Paradies"!

Ein weiteres Stückchen Paradies befindet sich vor dem Pastorat: ein kleiner Garten! Das ist keine Selbstverständlichkeit auf dem dicht bebauten Oberland. Und: es steht sogar ein Feigenbaum darin. Ich bin ja mal gespannt, ob ich dann irgendwann in diesem Jahr frische Feigen ernten kann.

Nach der Pastoratsbesichtigung ging es aufs Unterland zur Nahrungsaufnahme und dann wieder rauf für den Verdauungsspaziergang an den Klippen entlang zur langen Anna. Das konnten wir uns doch nicht nehmen lassen! Bei dieser Gelegenheit habe ich dann auch gleich noch den Pinneberg bestiegen und meinen ersten Geocache auf Helgoland ausfindig gemacht.

Das geplante Mittagsschläfchen fiel etwas kürzer aus, da wir Besuch von den Sternsingern bekamen. Das Pastorat hat zwar noch keine Möbel, ist aber schon gesegnet, wie schön :-)

Den Nachmittag habe ich beim Seniorenkaffee verbracht und hatte so die Möglichkeit, meine ersten "Schäfchen" kennenzulernen. Abends gab es dann noch ein gemütliches Beisammensein und erstes "Beschnuppern" mit dem Kirchenvorstand, was ja vor Weihnachten schon hätte stattfinden sollen. Alles in allem also ein gelungener Tag, an dem wir viele nette Leute kennengelernt haben. Weiter so!

Vor dem Zubettgehen wurde mir dann nochmal so richtig bewußt, dass das, was da auf mich zukommt, etwas ganz Besonderes ist, und das nicht nur, weil ein Leuchtturm über mich wacht und mich mit seinem Licht in den Schlaf blinkt. Und ja: auch ein Vergleich mit den heiligen drei Königen, die sich aufmachten, dem Stern zu folgen, schlich sich da in meine Gedanken.