Sonntag, 26. Februar 2017

Nochmal Snapchat



Ich kann ja mit Snapchat rumspielen wie ein kleines Kind. Macht voll Spaß! Allerdings stelle ich gerade fest, dass mein neues heißgeliebtes Spielzeug auch eine Menge Stress verursachen kann. Und kleine Kinder sollten doch gar keinen Stress haben, finde ich. Das ist was für Erwachsene. Und bei denen muss das eigentlich auch nicht sein.

Aber ich komme hier gerade vom Thema ab.

Also, wo war ich? Ach ja: Snapchat. Es wird langsam stressig, weil:
- es noch ein zusätzliches Netzwerk ist, das ich neben Facebook, Twitter, WhatsApp Gruppen und Instagram pflegen muss
- die Beiträge nicht völlig sinnbefreit sein sollen, auch wenn sie nach 24 Stunden wieder verschwunden sind
- die ersten Leute sich inzwischen trauen, mich in Chats zu verwickeln (also Gespräche via Textnachrichten mit mir zu führen)
- ich die völlig bekloppte Idee hatte, meine sogenannten "Stories" nun auch noch zweisprachig zu gestalten, deutsch und englisch, weil ich inzwischen auch nicht-deutschsprachige Snapchat Bekanntschaften habe 

Als hätte ich nicht schon genug zu tun!!! Aber ich dachte mir, wenn ich schon ab und zu zweisprachig im Gottesdienst predige, weil wir nicht-deutschsprachige Gottesdienstbesucher*innen haben, dann breche ich mir damit auch bei Snapchat keinen Zacken aus der Krone. Also, nicht dass ich bei Snapchat predigen würde. Die Beiträge da sind um ein Viellfaches kürzer! Wirklich! 

Aber ich komme schon wieder vom Thema ab. Und das Wichtigste habe ich noch nicht genannt.

Stressig ist die ganze Sache besonders, weil:
- ich ein voll schlechtes Gewissen meinem Blog gegenüber habe!!!

Echt jetzt! Es fühlt sich fast so an, als würde ich fremdgehen. Tu ich ja irgendwie auch. Ich vernachlässige meinen Blog, weil es etwas Jüngeres, Moderneres und besser Aussehendes gibt. "Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht was Bess'res findet" ...

Wenigstens versuche ich nicht, meinen Snapchat-Seitensprung vor meinem Blog zu verheimlichen. Den Stress, den das verursachen würde, könnte ich, glaube ich, gar nicht aushalten.  Nein eigentlich will ich nur darauf hinweisen, dass ich meinen Blog auch weiterhin liebhabe, auch wenn ich durch Snapchat (und Instagram, und Twitter, und Facebook ...) weniger Zeit dafür aufbringen kann. Nein, eine Trennung steht hier nicht im Raum. Höchstens ein bisschen Polygamie. Wie gut, dass die in diesem Bereich nicht verboten ist, sondern dass alle Apps, die ich so liebe, auf meinem Handy ein Zuhause haben können. Und die Bibel kann in diesem Fall auch keinen moralischen Zeigefinger erheben, weil es noch gar kein Internet gab, als die geschrieben wurde. 

Obwohl: Boten, die Nachrichten überbrachten, gab es natürlich schon. Aber es gab noch keine organisierten  Botendienste, die miteinander in Konkurrenz hätten treten können. Glaube ich.

Egal! In der Bibel steht jedenfalls nicht drin, dass ich neben meinem Blog nicht auch Snapchat haben darf.

Da habe ich aber nochmal Glück gehabt, oder?

Mittwoch, 1. Februar 2017

Logistik

Ich soll am Samstag an einer Klausurtagung zum Thema "Kirche am Urlaubsort" in Büsum teilnehmen. Und danach in den Urlaub fahren. Mit Wanderhemdbügler und Pelzgesicht natürlich! Dass das alles auch in der vorgesehenen Reihenfolge, mit den vorgesehenen Personen und zu den vorgesehenen Terminen klappt, ist nicht selbstverständlich.

Plan A ist folgender: Eine Kirchengemeinderätin und ich fliegen am Freitagnachmittag aufs Festland, ünernachten im Hotel bzw. in einer Ferienwohnung der dortigen Kirchengemeinde, und sind dann Samstagmorgen pünktlich zu Klausurtagung anwesend. Wanderhemdbügler und Pelzgesicht kommen am Samstag mit dem ganzen Urlaubsgepäck nach und holen mich am frühen Abend ab, damit wir alle drei dann gemütlich in den Urlaub fahren können.

Es gibt auch einen Plan A+ und der ist mein persönlicher Favorit: Wir alle fliegen am Freitag samt Urlaubsgepäck rüber aufs Festland und freuen uns, dass wir so gut weggekommen sind!


Die Kartenapp will uns hier übrigens mit dem Schiff nach Büsum schicken. Geht nicht, denn von und nach Büsum fahren im Winter keine Schiffe.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Plan A ausgeführt werden kann, sinkt dummerweise gerade drastisch: Durch die schlechten Wetterprognosen. Die Chancen stehen seeeeeehr schlecht, dass es am Freitagnachmittag mit dem Fliegen klappt. Also wird es wohl auch mit Plan A+ nichts werden.

Nun tüfteln wir gerade an einem Plan B: Alle vier (mit Pelzgesicht) am Freitagnachmittag aufs Schiff und dann über Cuxhaven nach Büsum. Oder: Wanderhemdbügler, Pelzgesicht und Urlaubsgepäck irgendwie mit irgendeinem Flug egal wohin aber Hauptsache aufs Festland, und dann die beiden zweibeinigen Mädels, die das Schiff nehmen, in Cuxhaven abholen. (Das klingt irgendwie nach 'ner völlig beknackten Idee, aber ohne Hund und Gepäck wird das mit der Schiffsreise leichter. Ich kann mich dann voll und ganz auf meine Kotztüte konzentrieren, anstatt mich auch noch um alles andere kümmern zu müssen.)

Da es schwer nach einem der beiden B-Pläne aussieht, muss natürlich eine Unterbringungsmöglichkeit für Wanderhemdbügler und Pelzgesicht her. Ich hatte für mich nur ein Einzelzimmer gebucht. Aber die Umbuchung ist bereits erledigt und es hat alles reibungslos geklappt: Für Wanderhemdbügler, Pelzgesicht und kirchliches Bodenpersonal steht ein schnuckeliges Doppelzimmer mit Hundegenehmigung zur Verfügung. Ich hoffe aber trotzdem ganz stark, dass ich nicht mit dem Schiff fahren muss!!!  Ihr wisst ja: Mir wird doch schon bei 2 Bft und 30 cm See schlecht. Ihr dürft also alles drücken, was ihr habt: Daumen, Zehen, Pfoten, ... Damit uns Petrus mal richtig lieb hat und für gutes Flugwetter sorgt. (ICH WILL A+!!!)

Ach ja: Und dann hatte ich mir zu allem Überfluss noch überlegt, dass ich unsere Arbeit während der Klausurtagung auch auf Instagram oder Snapchat festhalten könnte (zumindest für 24 Stunden). Aber vermutlich wird mich o2 schon nach dem dem dritten Bild darauf hinweisen, dass ich bereits 80% meines  Datenvolumens verbraucht habe und nach dem vierten Bild meine Surfgeschwindigkeit auf Schneckentempo reduzieren. Was irgendwie aber auch wieder egal ist, denn das Handy wollte ich im Urlaub sowieso ausschalten. Deshalb schenke ich mir hier die logistisch ausgeklügelte Planung.

P.S: Nein, ich habe keine Flat! Brauchte ich auch nie. Jedenfalls solange nicht, bis ich das Netz meiner sozialen Netzwerke erweitert habe. 😝