Dienstag, 25. April 2017

Kirche am Urlaubsort - So langsam nimmt die Sache Gestalt an

Der Sommer rückt näher ...
Ja, tut er wirklich! Lasst euch vom Wetter nicht auf die falsche Fährte führen - von wegen Schnee und so! 

Also: Der Sommer rückt näher und damit auch wieder das Programm von "Kirche am Urlaubsort". Ich muss sagen, dass wir dieses Mal schon beim Planungstreffen am letzten Samstag hier auf der Insel vollen Einsatz gezeigt haben. Da hat es zwar noch nicht geschneit, aber dafür geregnet, gestürmt, gehagelt - und gesonnenscheint auch mal zwischendurch. Und wir, meine Teamleiterin und ich, waren fast den ganzen Tag draußen unterwegs, um die Insel zu erkunden und mögliche gute Orte (Lokeysch'ns heißt das ja heute) für diverse Veranstaltungen zu finden. Ist uns auch gelungen, glaube ich. 



Auf Helgoland kann man da auch nicht wirklich viel verkehrt machen, denn irgendwie ist es ja überall schön. Manche Orte stellen zwar unter Umständen eine logistische Herausforderung dar, aber wir sind ja Profis. Meistens jedenfalls. Und weil wir so professionell sind, können wir natürlich auch ganz professionell die eine oder andere Idee wieder knicken, wenn denn die logistischen Probleme so gar nicht zu lösen sind.



Die einzigen Indoor-Aktivitäten während unseres Planungstreffens waren die grobe Programmplanung und das Erstellen einer Materialliste. Und die Nahrungsaufnahme. Auf ein Picknick im Hagel waren wir nämlich überhaupt nicht scharf.

Nach so viel frischer Luft und noch mehr Aprilwetter war ich am Ende des Tages so platt, wie es normalerweise nur die Touries an ihrem ersten Tag auf der Insel sind. Wenn das schon die Vorzeichen für den Verlauf des Sommers sind, dann muss man mich im September vermutlich in komatösem Zustand zu meinem Urlaub ausfliegen und hoffen, dass ich da dann langsam wieder aufwache.

Aber wenn das tatsächlich schon die Vorzeichen für den Verlauf des Sommers sind, dann wird das auch richtig gut hier! 

Unsere Tamleiterin für dieses Jahr hatte übrigens die super Idee, selbst einen Blog anzufangen, um die Eindrücke in Sachen "Kirche am Urlaubsort" zu dokumentieren. Wenn ihr also auf dem Laufenden bleiben wollt, was so passiert, schaut doch immer mal rein. Hier ist der Link: https://kircheamurlaubsorthelgoland.wordpress.com/


Mittwoch, 19. April 2017

Von der Kunst, effektiv Zeit totzuschlagen



Ich befinde mich mal wieder in der Warteschleife. Und das nervt mich gerade unsäglich! Ich bin zu einer Besprechung auf dem Festland, aber die Besprechung findet leider erst um 14.30 Uhr statt. Rüberfliegen musste ich natürlich schon vormittags um 8:50 Uhr, um pünktlich um 14.30 hier sein zu können. Das heißt: Ich habe viiiiiiiel Zeit, um ...., ja um was zu machen?

Nach über fünf Jahren Pastorendasein auf Helgoland bin ich ja schon eine echte Expertin im Zeittotschlagen. Ist ja nicht das erste Mal, dass ich irgendwo auf dem Festland auf einen Termin warten muss. Oder auf den Abflug, oder auf die Mitfahrgelegenheit, oder darauf, dass die Geschäfte aufmachen.

In der Regel nehme ich mir einfach Arbeit mit, die ich auch von Unterwegs aus erledigen kann. Predigtvorbereitung eignet sich da immer gut. Wenn WLAN vorhanden ist, dann kann ich sowohl Recherche für's Predigtthema betreiben als auch dienstliche Emails bearbeiten. Das war auch der Plan für heute. Ich hatte schon alles im Vorwege organisiert und verabredet, damit ich vor Ort einen Raum zur Verfügung habe, in dem ich in Ruhe arbeiten kann. Sogar mit WLAN, juhu!!!

Mit der Predigtvorbereitung bin ich allerdings nur mühsam vorangekommen. Das Stichwort war ja IN RUHE arbeiten! Und die gibt's hier heute irgendwie nicht. Die Leute, die hier ständig rein- und rausschneiten, sind zwar inzwischen wieder weg. Dafür kamen dann aber die Schloss-ein-und-ausbauer, die alte Türschlösser aus- und neue Türschlösser einbauen sollen. Erkenntnis des Tages: Türschlösser ein- und ausbauen kann einen mordsmäßigen Lärm verursachen. Aber sowas von!

Da ich hier ja mit WLAN und zusätzlich mit Tablet und Kopfhörern ausgestattet bin, sah es zunächst ganz gut damit aus, doch noch die Voraussetzungen für konzentriertes Arbeiten zu schaffen.

Es gibt da nämlich auf YouTube einen Kanal mit klassischer Musik, die extra dazu da ist, beim Konzentrieren zu helfen. Aber wenn die Musik so laut in die Ohren dröhnt, dass ich dass Kreischen des Bohrers im Türschloss nicht mehr hören kann, dann hat sich das mit der Konzentration irgendwie auch erledigt.

Eben waren die Türschloss-Yogis zum Glück für eine Weile weg um Schlüssel nachmachen zu lassen. So konnte ich wenigstens für eine Weile in Ruhe arbeiten. 
Aber inzwischen sind die Trommelfell-Folterer zurück und bohren wieder fröhlich an ihren Schlössern rum! Neiiiiiiiiin!!!

Ich glaube, ich gehe jetzt doch in die City zum Shoppen! Scheiß auf die Arbeit! Die muss ich dann eben nachholen, wenn ich wieder auf meiner Insel und in meinem ruhigen(!) Büro bin. Naja, morgens zwischen 7.00 und 9.00 Uhr ist mein Büro einigermaßen ruhig. Und nach 20.00 Uhr auch ;-)