Mittwoch, 29. April 2015

Glockenwartung

Ich kann euch beruhigen: Das völlig sinnlose Glockengebimmel am gestrigen Nachmittag hier auf der Insel hatte nichts weiter zu bedeuten, als dass die Glocken gewartet wurden. Das muss in regelmäßigen Abständen sein, um zu sehen, ob mit den Glocken und der Mechanik alles in Ordnung ist. Oder um Reparaturen durchzuführen, wenn das nötig sein sollte.

Das Problem mit unseren Glocken ist, dass sie immer wieder die halbe Insel in Aufruhr versetzen, wenn sie zu ungewohnten Zeiten läuten. Sonntagsmorgens ist völlig normal. Da sagt keiner was. Um 13.00 Uhr ist auch normal. Da weiß jeder sofort, dass jemand gestorben ist, denn das "Ringeln" um 13.00 Uhr ist unser Totengeläut. Allerdings läuft schonmal mein Handy durch eingehende Textnachrichten heiß, wenn die Totenglocke um 13.00 Uhr zu hören ist, weil ganz viele Leute wissen wollen, wer gestorben ist.

Wenn aber am Donnerstagabend die Glocken läuten, dann ist immer wieder Aufregung, weil noch nicht jeder auf dem Schirm hat, dass donnerstags die Taizé Andachten stattfinden. Da Trauungen und Beerdigungen nicht zu festgelegten Zeiten stattfinden, werde ich oft mit der Frage konfrontiert: Was war denn bei euch schon wieder los? 

Ganz große Aufregung gab es mal, als abends um 22.20 Uhr die Totenglocke läutete. Da wollte jemand nach einem Konzert in der Kirche eigentlich nur die Außenbeleuchtung anschalten und hat dummerweise den falschen Knopf erwischt. 

Tja und gestern war ich selbst dann in Aufregung, als die Glocken um kurz vor drei losgingen, weil ich dachte, jemand hätte die Gelegenheit eines nicht abgeschlossenen Glockenkastens genutzt und mal ganz lustig ein paar Knöpfe gedrückt. Aber dann fiel mir wieder ein, dass ja Glockenwartungstag ist und ich mich lediglich auf aufgeregte Leute einstellen muss, die mal wieder wissen wollen: Was war denn bei euch schon wieder los?

Dabei muss die Frage doch eigentlich lauten: Was war denn bei uns schon wieder los? Denn wir haben hier auf der Insel ja alle was von unseren Glocken. Sie markieren Stationen unseres Lebens, wenn sie zu  Geburt, Taufe, Konfirmation, Trauung, Erneuerung eines Eheversprechens, Tod und Beisetzung läuten. Sie rufen zu Gottesdienst uns Gebet zusammen. Sie lassen die ganze Insel wissen, wenn gerade das Vaterunser gebetet wird. Sie erinnern an tragische Ereignisse auf dieser Insel. Sie mahnen zum Frieden. Und sie sagen uns sogar die Urzeit. (Selbst nach drei Jahren habe ich mich noch nicht an die Lautstärke unserer Glocken gewöhnt und werde immer noch viertelstündlich und ganz unsanft aus meinem Mittagsschlaf gerissen. Ausschlafen ist hier auch nicht, denn um 8.00 Uhr geht das Uhrzeitgebimmel los.)

Aber es ist schön zu sehen, dass wir alle hier aufhorchen, wenn die Glocken läuten und merken: Irgendwas ist wieder los auf unserer Insel! Gestern war ja auch was los: Die Glocken wurden gewartet, damit sie uns auch weiterhin auf wichtige Ereignisse aufmerksam machen und die Pastorin aus ihrem Mittagsschlaf reißen können.


Die Läuteordnung sagt uns, wann welche Knöpfe gedrückt werden müssen.



Und das hier sind KEINE Lichtschalter!!!


Samstag, 25. April 2015

Bücher in die Bücherkiste!

Und nicht in den Pastoratsflur! 

Da ich inzwischen festgestellt habe, dass alle, die auf dieser Insel unterwegs sind, Insulaner wie Gäste, immer bestens darüber Bescheid wissen, was da so alles in meinem Blog steht, nutze ich dieses Medium mal für einen Aufruf:

Wenn ihr Bücher abzugeben habt, dann legt sie bitte in die Bücherkiste in der Kirche und nicht in meinen Flur. Ich weiß, dass es eine echte Herausforderung darstellen kann, mit den Büchern anzurücken, wenn die Kirche auch auf ist, nämlich Montags bis Freitags zwischen 8.00 Uhr und 16.00 Uhr oder Samstags und Sonntags zwischen 10.00 Uhr und 18.00 Uhr. Ich weiß auch, dass die Herausforderung noch größer ist, wenn ihr nochmal wiederkommen müsst, dann nämlich, wenn die Kirche beim ersten Versuch abgeschlossen ist. Aber bitte, bitte, bitte (!) deponiert die Bücher nicht im Pastoratsflur! Ich ersticke nämlich so langsam in diesen Büchern und habe auch nicht immer die Zeit, sie in regelmäßigen Abständen in die Kirche zu schaffen. Ich weiß: das sieht gar nicht nach so viel aus, wenn da so ein, zwei oder drei Bücher auf dem Kopierer geparkt werden, aber wenn das mehrfach täglich durch diverse wohlmeindende Spender geschieht, dann weiß ich irgendwann nicht mehr wohin mit den ganzen Büchern. Ich hatte ja mal erwähnt, dass ich für Quietscheenten durchaus bereit wäre anzubauen. Für Bücherspenden gilt das nicht!

Es kann natürlich auch sein, dass ich das mit den Büchern gründlich missverstanden habe, und sie gar nicht für die Bücherkiste bestimmt sind, sondern für mich. Allerdings werde ich diese Massen an Büchern gar nicht zu meinen Lebzeiten bewältigen können. Außerdem suche ich mir meinen Lesestoff vorzugsweise selber aus. Natürlich lasse ich mich auch gerne auf Empfehlungen ein, wie mit dem wunderbaren Buch "Schiff auf Strand". Das wurde mir netterweise nach meiner Äußerung "das würde ich gerne mal lesen" ausgeliehen. Die "Bewohnte Frau", die schon seit ein paar Tagen den Pastoratsflur bewohnt, weckt dagegen nicht so wirklich mein Interesse, selbst wenn es ausdrücklich von der "Brigitte" empfohlen wurde mit dem Kommentar "Ein Buch, geeignet zum Verschlingen in einer Nacht". Ich werde es ganz sicher nicht in einer Nacht verschlingen und auch nicht in den nächsten zehn Jahren. Es wird entweder demnächst die Bücherkiste in der Kirche bewohnen, wo es hingehört (wenn ich denn dran denke, es mit rüber zu nehmen) oder in meinen Papierkorb einziehen.





Nochmal zum Thema Gottesdienst

Ich habe letzte Woche einen Artikel gelesen mit dem Titel "Scham und Peinlichkeit in Gottes Haus" von Pastorin Kolwe-Schweda. Diesen Artikel hat mir ein befreundeter Pastor mitgebracht und wir haben uns beim Frühstück ganz angeregt darüber unterhalten. Und das, obwohl ich morgens eigentlich noch gar nicht so gesprächig bin. Musste mir dann auch den Kommentar anhören: Du redest zu viel für diese Uhrzeit! Das mag damit zu tun haben, dass ich zwar viel von mir geben wollte, aber noch nicht so ganz in der Lage war, zusammenhängende Sätze rauszubringen. Aber egal. Wir waren beim Thema "Gottesdienst".

Jedenfalls geht es in besagtem Artikel um den "Bedeutungsschwund" in Gottesdiensten. Weil kaum noch jemand hingeht. Naja, jedenfalls zu bestimmten Gottesdiensten. Andere sind durchaus gut besucht. Die wenigen Leute, die teilnehmen, fühlen sich dann sowas von unwohl, weil sie nur so eine kleine Truppe sind. Und hier entsteht dann ein Gefühl von Scham und Peinlichkeit - bei Pastoren und auch bei Gottesdienstbesuchern. Die Besucher wollen eigentlich sofort wieder gehen, wenn sie sehen, dass außer ihnen niemand da ist. Und Pastorin steckt in dem Dilemma, entweder die "Opfer" zu zwingen, das jetzt durchzustehen oder die Aktion abzublasen. Ich selber kenne das auch. Bestes Beispiel sind unsere donnerstäglichen, meistens ziemlich schlecht besuchten, Taizé Andachten. Im Prinzip habe ich keine Last damit, so ein Taizé Gebet auch ganz alleine durchzuziehen. Ich mache das gerne und im Grunde ist es mir schnurzpiepegal, ob außer mir noch jemand da ist. Gott ist ja da und ich auch. Eigentlich reicht das. Schöner ist es aber natürlich in Gemeinschaft - in GROSSER Gemeinschaft. Gemeinschaft ist schließlich das, was Kirche ausmacht. Und das sehen die Besucher einer solchen Andacht auch so.

Wenn nämlich nur ein oder zwei Leute auftauchen, ist denen das nicht schnurzpiepegal, dass sie die einzigen Gottesdienstbesucher sind. Im Gegenteil. Man kann ihnen ansehen, dass sie am liebsten gleich wieder gehen würden. Und ich stecke dann in besagtem Dilemma: Soll ich die Besucher von ihrer Pein erlösen und die ganze Veranstaltung einfach ausfallen lassen? Oder soll ich, wie geplant, die Andacht feiern und so die Besucher ebenfalls einem Dilemma aussetzen? Denn es könnte ja als unhöflich rüberkommen, wenn sie einfach wieder verschwinden. Außerdem hat Frau Pastorin sich doch so viel Mühe gegeben, das alles vorzubereiten. Aber nur zu zweit oder zu dritt eine Andacht feiern wollen sie auch nicht. Auch wenn es zehmal in der Bibel heißt: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen." Es fühlt sich einfach blöd an, weil einem das Gefühl vermittelt wird: Was für mich so wichtig ist, hat für niemanden sonst eine Bedeutung.

Eine weitere Gelegenheit für "Scham und Peinlichkeit" in der Kirche gab es auch schon wieder am letzten Mittwoch. Da war nämlich nur eine Besucherin zum offenen Singen da. "Bin ich etwa die Einzige?", kam dann auch prompt als Reaktion. Der leicht panische Unterton war nicht zu überhören. Ja, war sie - neben unserem Jugendpfleger und meiner Wenigkeit. Wir haben unser Programm, wie vorgesehen durchgezogen. Hätten wir auch gemacht, wenn niemand gekommen wäre (nicht nur, weil ich solche Übungseinheiten mit der Gitarre dringend brauche). Aber ich habe schon gemerkt, wie unangenehm der Besucherin dieses offene Singen zu dritt war. Und mir ging ständig durch den Kopf: Die arme Frau. Die wäre doch jetzt viel lieber ganz woanders.

Eine Möglichkeit, Abhilfe zu schaffen, wäre es, aus der "Stammbesatzung" der Kirchengemeinde ein paar Leute zu rekrutieren, die regelmäßig an solchen Veranstaltungen teilnehmen und am besten noch je eine weitere Person mitbringen, um die Reihen zu füllen - und ja: Gemeinschaft zu leben. Beim offenen Singen ist das auch fast immer so. Letzte Woche waren nur alle "Reihenfüller" verhindert. Allerdings muss ich mal klarstellen, dass sie nicht zum offenen Singen kommen, um die Reihen zu füllen, sondern weil es ihnen Spaß macht! Es bedeutet ihnen etwas. Das Reihenfüllen ist lediglich ein positiver Nebeneffekt. 

Am ersten Weihnachtstag klappt das übrigens gar nicht. Böse Zungen behaupten, der 25. Dezember sei hier das "Fest der leeren Kirchenbänke". Im vorletzten Jahr waren wir, glaube ich, zu siebent - Küsterin, Lektor, Organistin, Sopranistin und Pastorin inklusive. Ich kam mir vor wie im falschen Film und fragte mich: weiß denn hier keiner, was für ein wichtiger Tag heute ist??? Es ist doch Weihnachten!!! Und das muss mit einem ordentlichen Festgottesdienst gebührend gefeiert werden. Das fanden immerhin sieben Leute. Wir haben dann aber doch beschlossen, der weihnachtlichen Quälerei ein Ende zu setzen und stattdessen am 26. Dezember "Lieder und Lesungen bei Kerzenschein" anzubieten. Und siehe da: Die Kirche war voll! Und jetzt kommt an dieser Stelle mein großes ABER: Der eigentliche Weihnachtstag ist doch einen Tag vorher. Ja, wir nehmen Rücksicht auf die Bedürfnisse der Menschen, die lieber Musik und weihnachtliche Texte am zweiten Weihnachtstag haben möchten als einen Festgottesdienst am ersten Weihnachtstag. Aber was ist dann mit der Bedeutung von Weihnachten? (Jaja, ich weiß schon, dass Jesus nicht wirklich in der Nacht zu einem 25. Dezember auf die Welt kam. Aber es geht hier um mehr als nur ein Datum.)

Generell hat also eine Taizé Andacht oder das offene Singen oder ein Gottesdienst eine Bedeutung für die Leute die hingehen. Sonst wären sie ja nicht da. Aber wenn der Besuch einer Veranstaltung in Irritation und Peinlichkeit endet, dann ist die Gefahr groß, dass für die Teilnehmenden die Bedeutung verlorengeht. Die Bedeutung verschwindet möglicherweise auch in der Versenkung, wenn eine Kerngruppe "nur" hingeht, um die Reihen zu füllen. Das Ganze wird dann schnell zu einer lästigen Pflicht. Die Bedeutung schwindet ebenfalls, wenn zu schnell gesagt wird: Dann machen wir eben was anderes. Was also tun?

Mein befreundeter Pastor und ich haben also, wie schon erwähnt, ausgiebig darüber diskutiert, wie wir am besten mit dem Bedeutungsschwund umgehen können. Ziemlich schwere Kost so früh morgens beim Frühstück! Vielleicht zu schwer, denn eine Lösung für das Problem haben wir nicht gefunden. Leider hat auch Frau Pastorin Kolwe-Schweda in ihrem Artikel keine Antworten parat. Vielleicht, weil sie möchte, dass wir an ihrem Seminar teilnehmen, das sie zu diesem Thema anbietet? ;-)






Sonntag, 19. April 2015

Fit for Fire #2



Fazit nach unserer ersten Feuerwehr-Sporteinheit:

- Ich habe neue Sportschuhe, bei denen jeder Person akute Erblindung droht, die da länger als 5 Sekunden draufguckt.
- Die neuen Sportschuhe sind so atmungsaktiv, dass ich beim Laufen kalte Füße kriege.
- Man sollte erst dann einen 20er Pack neuer Sportsocken bestellen, wenn man 100%ig sicher ist, dass man wirklich, wirklich, wirklich (!) keine mehr besitzt. Suche, und du wirst noch 20 alte Paare finden!
- Ich habe einen tierischen Muskelkater.
- Mir tun Muskeln weh, von denen ich gar nicht wusste, dass die überhaupt existieren.
- Die Decke der Turnhalle muss unbedingt höhergelegt werden, damit meine Angaben beim Volleyball auch durchgehen.
- Man sollte beim Volleyball nicht versuchen, eine Angabe mit der Nase anzunehmen (Kehlkopf kommt auch nicht so gut, wie wir feststellen mussten).
- Gegenseitiges Anbrüllen im Eifer des Spiels ist schlecht für die Stimme. (Wie gut, dass ich heute keine "Wechselgesänge" singen muss!)
- Ich werde heute Abend nicht den Tanker fahren: Meine Beine versagen ihren Dienst und ich könnte das Kupplungspedal nicht durchtreten.
- Feuerwehrsport macht brutal viel Spaß!
- Es geht mir richtig gut!

Regieanweisungen im Gottesdienst?

Obwohl wir das Thema im Vikariat schon ziemlich ausgereizt hatten, habe ich immer noch keine endgültige Entscheidung getroffen, ob ich den Gottesdienst nun lieber mit oder ohne Regieanweisungen machen soll. 

Also eigentlich ist es mir ja lieber, keine Hinweise darauf zu liefern, was als nächstes kommt, wann die Gemeinde aufstehen soll, was wann und wo gesungen wird, und so weiter. Ich lasse so einen Gottesdienst am liebsten einfach laufen. Regieanweisungen finde ich persönlich sehr störend. Ich würde am liebsten einfach machen, und darauf vertrauen, dass sich die Gottesdienstbesucher schon irgendwie durchkämpfen, wenn sie mit Ablauf und liturgischen Stücken nicht vertraut sind. Aber ich mag es eigentlich nicht, wenn sich irgendjemand irgendwo irgendwie durchkämpfen muss. Ich selber will mich auch nirgends durchkämpfen müssen. Schon gar nicht im Gottesdienst. Da will ich mich fallenlassen können. Außerdem stört es noch viel mehr, wenn der schöne Ablauf ins Stocken gerät, weil die Gottesdienstbesucher nicht wissen, was sie machen sollen. So wie gestern.

Ich hatte für den Gedenkgottesdienst extra Ablaufblätter gedruckt, damit ich KEINE Regieanweisungen geben muss. Trotzdem ging das mit dem Friedensgruß schief, weil offensichtlich viele von uns Evangelen einfach nicht mit dem Friedensgruß vertraut sind.

Ich: Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch!
Gemeinde: (Schweigen)
Ich: "Und mit deinem Geiste" wäre jetzt eure Antwort gewesen.

Wie gesagt: Es stand im Ablauf. Also da stand nicht einfach nur: "Friedensgruß"! So blöd bin ich auch nicht. Da stand: 
P: Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch!
G: Und mit deinem Geiste. (fettgedruckt!!!)

Okay, man könnte dagegenhalten, dass keiner wissen kann, wer denn mit "P" und wer mit "G" gemeint ist. Sollte ich das nächste Mal vielleicht dazuschreiben: P = Pastorin, G = Gemeinde

Reingucken in den Ablauf müssen die Gottesdienstbesucher natürlich schon selber. Das kann ich ihnen nicht abnehmen. Meine Erfahrung zeigt jedoch, dass ich mir gedruckte Abläufe im Grunde schenken kann, weil da sowieso niemand reinguckt. Selbst wenn ich zu Beginn des Gottesdienstes darauf hinweise, dass der Gottesdienstablauf im Ablaufzettel steht, guckt da niemand rein. (Deshalb muss im Ablauf auch nicht stehen, wer P und wer G ist.) Und wenn ich zu Beginn des Sonntagsgottesdienstes darauf hinweise, dass der Ablauf vorne im Gesangbuch eingeklebt ist, guckt da auch niemand rein. Seufz!




Nachdem das gestern also mit dem Friedensgruß in die Hose ging, habe ich heute nicht nur erwähnt, dass der Gottesdienstablauf im Gesangbuch eingeklebt ist sondern mich ebenfalls darauf verlegt, für alles Regieanweisungen zu erteilen. Besonders weil wir heute keinen Musiker da hatten, der zum Beispiel nach der Lesung einfach mit der Orgel losdonnert und so die Gemeinde wissen lässt: Jetzt wird das Halleluja gesungen! Außerdem haben wir heute Abendmahl im Gottesdienst gefeiert, was bedeutet, dass auf die Anwesenden noch mehr liturgische Herausforderungen zukamen als sonst schon.

Das Wort "Liturgie" kommt übrigens aus dem Griechischen und heißt übersetzt: "öffentlicher Dienst" oder "Dienst des Volkes".  Die EKD (Evangelische Kirche in Deutschland - unser "Dachverband") erklärt das so: "Das griechische Wort Liturgie („leiturgia“) ist zusammengesetzt aus „laos“ = Volk und „ergon“ = Werk. Es bedeutet Dienstleistung, den Dienst der Verehrung, den wir Gott schulden. Liturgie beschreibt den Ablauf des Gottesdienstes, insbesondere den Teil, der zwischen dem Pastor/der Pastorin und der Gemeinde mit Wechselgesängen, Lesungen und Gebeten verläuft."

Durch das Abendmahl hatten wir heute also noch mehr Wechselgesänge. Allerdings wurde beim Gesang nicht wirklich gewechselt, weil ich die Antworten der Gemeinde selber mitgesungen habe, um  sie tatkräftig zu unterstützen. Ohne musikalische Begleitung ist Liturgie schließlich nicht so einfach. Und ich kann ja auch nett und hilfsbereit sein. Wenn ich will.

Ich glaube, in diesem Gottesdienst heute hat auch niemand wirklich kämpfen müssen. Weil: gaaaaaaaaaanz viele Regieanweisungen! Dafür war ich am Ende schwer genervt, weil das alles nicht flüssig lief. Wegen der Regieanweisungen. Es ist auch blöd, wenn das Abendmahlsgebet mit den Worten endet: ... vereinen wir unsere Stimmen zu deinem Lob und singen das Sanctus, also das "Dreimal Heilig", das unter der Nummer sowieso im Gesangbuch zu finden ist, und das wir dreimal hintereinander weg singen. Nach dem Gebet einfach lossingen ist leider nicht drin, wenn ich nicht die Einzige sein will, die singt.

Auch das mit dem Aufstehen an bestimmten Stellen funktioniert nicht immer so gut. Ich dachte, ich hätte da einen ganz guten Trick entwickelt, indem ich der Gemeinde einfach durch eine Geste mit der Hand signalisiere, dass sie aufstehen soll. Manchmal klappt das, manchmal nicht. Bisweilen endet das Ganze in exzessivem Gewinke meinerseits und die Gemeinde weiß trotzdem nicht, was von ihr erwartet wird. Wenigstens hat bis jetzt noch niemand zurückgewunken. Es gibt also Hoffnung. 

Meistens läuft es aber doch wieder auf eine Regieanweisung raus: Wir beten das Vaterunser und ich bitte die Gemeinde, dazu aufzustehen. Noch besser ist das Glaubensbekenntnis, denn da muss ich die Gemeinde nicht nur wissen lassen, welches Glaubensbekenntnis wir sprechen und wo das im Gesangbuch zu finden ist, sondern muss die Information auch noch unter die Leute gebracht haben, bevor sich alle wieder hingesetzt haben. Vor dem Glaubensbekenntnis wird nämlich das Evangelium gelesen und dazu steht die Gemeinde auf. Jedenfalls hier bei uns auf Helgoland.

Tja, und da liegt, glaube ich, der Hase im Pfeffer. Gottesdienstabläufe sind von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Wir hier auf Helgoland haben unseren ganz eigenen Gottesdienstablauf. Und weil der so eigen ist, ist er ja auch vorne im Gesangbuch eingeklebt. Die vielen Besucher unserer Insel sind von zu Hause oft andere Abläufe gewohnt und deshalb mit dem überfordert, was sie hier (vorne im Gesangbuch!) vorfinden. Außerdem ist es heute ja auch nicht mehr so, dass gewisse liturgische Stücke schon mit der Muttermilch aufgesogen werden - sprich: dass die Leute sie einfach drauf haben. (Manche Gottesdienstbesucher werden auch schonmal ein bisschen vorgeführt, wenn unsere Konfis zum Glaubensbekenntnis das Gesangbuch ganz demonstrativ zuklappen, während andere hektisch nach dem Text blättern. Ha!)
Und wenn ich keinen überfordern will, dann muss ich eben Regieanweisungen erteilen.

Tja, und ich bin heute noch genauso ratlos wie damals im Vikariat. Regieanweisungen verhindern zwar, dass sich irgendjemand durch irgendwas durchkämpfen muss. Sie zerpflücken aber auch eine wunderschön gestaltete Liturgie in ihre Einzelteile. Ich will Gottesdienst als Gesamtkunstwerk und die Gottesdienstbesucher wollen sich im Gottesdienst wohlfühlen. Wie bringen wir das nur zusammen?

Samstag, 18. April 2015

Das Scheunenprinzip

Heute habe ich erfahren, dass unsere Kirche nach Scheunenprinzip errichtet wurde. Derjenige, der mir das berichtet hat, war kein Geringerer als Pastor Gerhard Mörchel, der erste Pastor, der hier auf Helgoland nach der Wiederfreigabe der Insel seinen Dienst verrichtet hat. Und der Pastor, unter dessen Obhut unsere Kirche gebaut wurde.

Pastor Mörchel hatte heute unseren Gedenkgottesdienst besucht. Und hier muss ich jetzt ein bisschen weiter ausholen, denn unser "Erstkontakt" war etwas, naja, seltsam. Pastor Mörchel hat mich nämlich völlig auf dem falschen Fuß erwischt, als er sich mir kurz vor Gottesdienstbeginn mit den Worten vorstellte: "Ich bin einer Ihrer Amtsvorgänger. Von 1956 bis 1968."
Mehr sagte er nicht. Wenn ich nicht in Gedanken schon mitten im Gottesdienstablauf gewesen wäre, dann hätte ich vermutlich gleich geschaltet. So aber war ich fieberhaft am Überlegen, wer zum Geier hier von 1956 bis 1968 Pastor gewesen sein könnte. Pastor Mörchel brachte ich irgendwie mit 1952 in Verbindung. Erster Pastor nach der Wiederfreigabe eben. Und Wiederfreigabe war 1952. Bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass es hier in den ersten Jahren des Wiederaufbaus noch gar keinen Pastor gab. Und dass ich es mit den Zahlen nicht so habe, wissen wir ja auch alle. Also war die große Frage: War das jetzt eben Pastor Mörchel oder nicht? Und ja: Ich bin tatsächlich noch schnell rübergeflitzt in mein Büro, um über das "Mörchel-Buch" zu verifizieren, wen ich da vor mir gehabt hatte. Tatsächlich: Das war Pastor Mörchel! Amtsantritt auf Helgoland im Jahre des Herrn 1956.

Nach dem Gottesdienst haben wir noch nett bei einer Tasse Kaffee zusammengesessen und uns natürlich auch über den Bau der Kirche unterhalten. Ich wusste bereits, dass die Helgoländer damals gerne wieder eine Kirche gehabt hätten, die aussah wie die Vorkriegskirche. Nicht nur weil diese sehr prunkvoll war, sondern auch weil sie durch die Bauweise Wind und Wetter gut standhalten konnte. Fast "unkaputtbar" sozusagen. Bei den zuständigen Stellen auf dem Festland war man allerdings anderer Meinung. Etwas Schlichtes sollte her. Ist ja auch an sich nicht schlecht, wenn denn da nicht nach "Scheunenprinzip" gebaut worden wäre, wie mein Amstvorgänger sich ausdrückte. Scheunenprinzip bedeutet: Sieht aus wie eine Scheune und ist aus Brettern gemacht wie eine Scheune - die einem dann bei Sturm um die Ohren fliegen! Und so ist es dann ja auch zehn Jahre nach "Inbetriebnahme" der Kirche gekommen. Die ganz Südwand fiel zusammen, weil die nur aus Holz bestand und Wind und Wetter NICHT standgehalten hatte. 

Tja und auch heute noch versuchen wir, den "Festländern" klarzumachen, dass es gaaaaaanz wichtig ist, bei Baumaßnahmen die Lage der Insel weit, weit draußen in der Nordsee zu berücksichtigen. So eine Kirche auf Helgoland muss schon einiges aushalten können! Hier muss eigentlich alles so einiges aushalten können! Wir wissen das, weil wir hier leben. Und wir wissen das, weil es Menschen wie Pastor Mörchel gibt, die schon ihr Maß an Erfahrungen mit dem Scheunenprinzip gemacht haben und zu der ganz wichtigen Erkenntnis gekommen sind: Das Scheunenprinzip funktioniert hier nicht!


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Mein "Mörchel-Buch", verfasst von Pastor Gerhard Mörchel:


Und seit heute sogar mit persönlicher Widmung:


Vielen Dank Pastor Mörchel für ein wunderbares Gespräch!


Freitag, 17. April 2015

Jeder hat seine Klorollen


Heute ist Freitag. Also Kindergartentag. Heute war ich aber nicht nur zum Morgenkreis da sondern auch zu einer Besprechung über den im Juni anstehenden Familiengottesdienst. Und so eine Besprechung mit der Leiterin unserer Kindertagesstätte hat irgendwie immer was Therapeutisches. Wenn nämlich der planerische und organisatorische Teil unserer Besprechung durch ist, nutzen wir die verbleibende Zeit, um uns gegenseitig unser Leid zu klagen, über die Herausforderungen, die unsere Arbeit manchmal so mit sich bringt. Heute haben wir dabei festgestellt: Jeder hat so seine Klorollen!

Unsere KiTa-Leiterin Frau I. (Name von der Redaktion geändert!) erwähnte, dass sie es immer schwierig findet, wenn der Kindergarten Klorollen und Wollreste zum Basteln angeboten bekommt. Sicher sind diese Angebote gut gemeint. Es spart ja schließlich Geld, wenn Bastelmaterial nicht immer käuflich erworben werden muss. Gut für die Umwelt ist es auch, wenn man nicht immer alles gleich wegschmeißt. Aber: der Kindergarten braucht wirklich keine Klorollen und Wollreste mehr! Sie haben so viel davon, dass sie sich damit totschmeißen könnten. Außerdem ist es ab einer gewissen Menge einfach unmöglich das Zeug noch irgendwo einzulagern. Besonders auf Helgoland, wo doch sowieso schon alles viel kleiner und enger ist. Die Rechnung ist ganz einfach: Kleinere Häuser = weniger Stauraum = geringere Einlagerungsmöglichkeiten. Dazu kommt, dass unsere Kiddies ja nicht nur mit Klorollen und Wollresten basteln. Ihre Kreativität ist so groß, dass da auch mal andere Materialien her müssen. Und die müssen auch irgendwo untergebracht werden. 

Aber nicht nur der Kindergarten wird mit gut gemeinten Geschenken überhäuft. Auch die Kirchengemeinde hat so ihre "Klorollen".  Die sehen dann so aus:


Ich weiß: Das ist ein sehr hübsches Bild unserer Vorgängerkirche. ABER: Wir haben inzwischen so viele Bilder von unserer Vorgängerkirche, dass wir gar nicht mehr wissen wohin damit! So viel Wandfläche haben wir gar nicht, um die alle aufzuhängen. Und wir haben sie inzwischen in allen Größen, Ansichten und künstlerischen Stilen. Die Bilder reichen von der Kreidezeichnung in Postkartengröße über das Aquarell in A4 bis hin zum Ölgemälde, das gut den Saal eines Schlosses schmücken könnte. (Naja, eigentlich ist es kein echtes Ölbild sondern nur ein Druck. Aber das mit der Größe stimmt schon.) Keine Ahnung, wieviele von diesen Bildern wir schon haben, aber es sind SEHR viele. ZU viele! Gefühlte 300, oder so! 

Abgesehen davon, dass wir gar nicht genug Wandfläche haben, wollen wir außerdem auch noch andere Bilder aufhängen. Oder mal eine Bastelei von den Kindern aus dem Kindergarten. 



Wir könnten natürlich einen eigenen Wandplatz für die alte Helgoländer Kirche freihalten und die Kirchenbilder im Rotationsverfahren in regelmäßigen Abständen austauschen. Aber wenn ich ehrlich bin, dann verbringe ich meine Zeit doch lieber mit "therapeutischen Sitzungen" in der KiTa bei einer Tasse Kaffee, als mich im vierzehntägigen Rythmus und mit Hammer und Nägeln bewaffnet, unserer kleinen Kunstausstellung zu widmen.

Also liebe Leute: Bitte keine Klorollen und Wollreste mehr an den Kindergarten! Auch wenn die Geschenke noch so nett gemeint sind. Der Kindergarten ist wirklich reichlich damit bestückt. Und bitte auch keine Bilder mehr von der alten Helgoländer Kirche an die Kirchengemeinde, selbst wenn das noch netter gemeint ist. Die Kirchengemeinde ist auch reichlich bestückt.

Trotzdem geht an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an all die lieben Leute, die uns immer so nett bedenken. Das zeigt doch schließlich, dass ihnen Kindergarten und Kirchengemeinde am Herzen liegen!

Mittwoch, 15. April 2015

Alles für die Statistik

Einmal im Jahr weiß ich wieder genau, warum wir ein sogenanntes Abkündigungsbuch führen. Dann nämlich, wenn die Kirche von ihren Gemeinden Zahlen für die Statistiken haben will.



Das Abkündigungsbuch ist ein kleines schwarzes Buch in A5-Größe, in das alle Gottesdienste eingetragen werden. Und noch so einiges mehr: Lieder, Lesungstexte, wer den Gottesdienst gemacht hat, wer die Predigt gehalten hat, wie der Sonntag heißt (haben ja manchmal so komische Namen wie "Quasimodogeniti", die sich keiner merken kann - außer uns Pastoren natürlich), ob es Abenmahl gegeben hat, ob jemand getauft, getraut oder bestattet wurde, wofür die Kollekte bestimmt ist (Kollekte kommt von dem lateinischen Wort colligere = sammeln; gesammelt wird aber nicht irgendwas sondern Geld; also: keine Hosenknöpfe in den Kollektenkasten schmeißen!), wieviel Kollekte eingesammelt wurde, wieviele Gottesdienstbesucher anwesend waren, wieviele davon am Abendmahl teilgenommen haben, und was sonst noch an Informationen an die Gemeinde weitergegeben wurde. Das ist immer viel Schreiberei. Aber es lohnt sich. Jedenfalls dann, wenn ich die Zahlen für die Statistik eintragen muss.

An dieser Stelle möchte ich, um Missverständnissen vorzubeugen, noch erwähnen, dass wir die Gottesdienstbesucher NICHT namentlich festhalten, um dann am Ende des Jahres diejenigen zusammenfalten zu können, die nicht oft genug in der Kirche waren. Sowas machen wir nur mit unseren Konfis ;-)

Die Kirche will jedenfalls einmal im Jahr wissen, wieviele Gottesdienste es gegeben hat, wieviele davon Kinder-, Jugend- oder Familiengottesdienste waren, wie oft Abendmahl gefeiert wurde, wieviele Leute am Abendmahl teilgenommen haben, wieviele Gottesdienstbesucher zum Beispiel an Heiligabend oder an Erntedank in der Kirche waren, wieviele Nichtsonntagsgottesdienste es gegeben hat, und, und, und.

Tja, und ich dachte: Ist ja alles kein Problem. Ich habe ja das Abkündigungsbuch. Das lässt sich ja schnell nachschlagen. In einer halben Stunde bin ich damit durch. Das denke ich übrigens jedes Jahr. Und jedes Jahr stelle ich fest, dass ich mir mal wieder die Finger wundblättern muss und dass das Ganze doch mit ziemlich viel Rechnerei verbunden ist. Und im Rechnen war ich noch nie gut. Alleine das Zusammenzählen der Sonntagsgottesdienste habe ich heute gründlich vermasselt. Viermal durchrechnen: drei verschiedene Ergebnisse. Trotz Taschenrechner.  Ich hab' dann am Ende das Ergebnis genommmen, das ich zweimal raus hatte. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zahl stimmt war schließlich am größten. 
Weil ich nicht schnell genug blättern kann und weil ich nicht gut im Rechnen bin, hat das Auflisten der Zahlen dann auch länger als eine halbe Stunde gedauert.

Nach den Gottesdiensten ging es an alles andere, was hier in der Gemeinde so stattfindet. Wir machen ja nicht nur Gottesdienste. Über das restliche Gemeindeleben will die Kirche auch Bescheid wissen. Also noch mehr Zahlen und noch mehr Rechnerei. Und für ehrenamtliche Mitarbeiter, Krabbelgruppe, Seniorenkreis, Jugendgruppe, Konfirmandenarbeit, Gemeindefeste oder musikalische Angebote gibt es leider kein Abkündigungsbuch. Dafür muss ich schon mein Hirn durchblättern. Und lasst es euch gesagt sein: in meinem Hirn ist lange nicht alles so übersichtlich aufgelistet wie im Abkündigungsbuch! Da herrscht bisweilen ein heilloses Durcheinander.

Aber irgendwann hatte ich es doch geschafft und war fertig mit der Statistik. Zumindest hoffe ich das. Wie ich mich kenne, habe ich garantiert irgendwas Wichtiges vergessen, das dann in der Statistik nicht auftaucht. Aber ich kann mich ja nicht ewig an diesen Zahlen festbeißen und bin froh, dass ich das für dieses Jahr hinter mir habe. Allerdings: Auch wenn es immer ziemlich nervig ist, die Statistik zu erstellen, finde ich sie im Grunde ganz gut. So können wir wenigstens einmal im Jahr zeigen, dass auf Helgoland der Bär steppt!

Es ist nur schade, dass die Kirche nicht wissen will, wieviele Leute hier anfangen zu beten, wenn ich mit einem Feuerwehrauto auf der Insel unterwegs bin. Das wäre RICHTIG GUT für die Statistik!

Montag, 13. April 2015

Fit for Fire



Ab Sonntag wird es ernst. Da wird Sport gemacht. Einmal pro Woche. Zur besten Lindenstraßenzeit. Mit der Feuerwehr. 

Wir müssen ja im Einsatz nicht nur unsere Gerätschaften im Griff haben, sondern auch körperlich was leisten. Na gut: wenn wir wegen Bombenentschärfung irgendwo absperren und mit den Leuten stundenlang diskutieren, warum sie gerade nicht durch die Absperrung können, dann erfordert das nicht so viel körperliche Fitness. Aber andere Dinge schon: Be- und Entlüfter durch die Gegend schleppen zum Beispiel, oder Saugelängen kuppeln, oder Schläuche rollen, oder beim Tanklöschfahrzeug den Rückwärtsgang einlegen ;-) Das Frustrierende ist, dass es ein ganz neues Tanklöschfahrzeug ist und der Rückwärtsgang viiiiiiel leichter einzulegen sein sollte als beim alten Tanker. Sollte! Aber aus welchem Grund auch immer brauche ich nach wie vor beide Hände, um den Rückwärtsgang reinzukriegen. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, das läge an meiner mangelnden körperlichen Fitness. Und deshalb wird ab jetzt Sport gemacht! Jawoll! Lindenstraße kann man ja auch aufnehmen.

Ich habe allerdings schon ein bisschen Bammel. Bin doch total unfit. Kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte Mal so richtig Sport gemacht habe. Ich hoffe nur, dass da nicht irgend so ein Heißbrenner ist, der uns gleich durchs Sportabzeichen treten will. Ich hoffe, da will uns niemand durch überhaupt irgendwas treten. Ich brauche ja schon ein Sauerstoffzelt, nachdem ich die 184 Stufen vom Unterland aufs Oberland bewältigt habe. 

Es wurden bereits diverse Vorschläge gemacht, wie wir uns denn so sportlich betätigen könnten. Allerdings gingen die Meinungen da ziemlich weit auseinander.  Die Seile hochklettern, war eine Idee. Ein Kamerad meinte allerdings, dass er am Seil zu viel Ähnlichkeit mit einer Abrissbirne hätte. Ich selber bin die unangefochtene Königin der Missgeschicke und würde mich vermutlich am Seil strangulieren. Also bin ich auch nicht dafür. Piraten-Tick war ein weiterer Vorschlag. Da ich aber keine Ahnung habe, was das ist, will ich das nicht machen. Muss doch wissen, was da auf mich zukommt, damit ich mich mental aufs Training vorbereiten kann. Von Fußball waren auch nicht alle begeistert. Zu anstrengend! Finde ich auch. Volleyball hörte sich ganz nett an, aber das habe ich so lange nicht mehr gespielt, dass ich voll vergessen habe, wie die Regeln sind. Da war doch was mit einem Ball und einem Netz in der Mitte, oder? Ich glaube mich auch zu erinnern, dass das Netz nicht zum Toreschießen da ist.

Vernünftige Sportklamotten habe ich auch keine mehr. Alles, was mein Kleiderschrank ausspuckt, sind so Tschibo-Wohlfühlklamotten, die eher für's Sofa geeignet sind als für die Turnhalle. Zum Glück war ich nicht die Einzige, die gestern beim Dienstabend fieberhaft am Überlegen war, wo denn bis Sonntag noch Sportklamotten aufzutreiben sind. Ich wusste ja nichtmal, ob ich überhaupt noch Sportschuhe besitze. Geschweige denn Hallenschuhe, die keine Striche auf dem Hallenboden hinterlassen. 

Vom Feuerwehrdienst zurück, führte mein Weg gleich in den Keller, weil ich so eine Vermutung hatte, wo noch ein Paar Sportschuhe eingelagert sein könnten. Und siehe da: Ich bin fündig geworden! Sahen sauber aus und damit für die Halle geeignet. Gleich ein Test auf dem Küchenfußboden, ob sie denn Streifen hinterlassen. Keine Streifen. Super! Nächste Aktion: Schuhanprobe. Zu klein. Nicht so super. Aber für ein oder zwei Mal wird es schon noch reichen. Neue Sportschuhe sind jedenfalls bestellt (wie gut, dass die Bestellfastenzeit zuende ist!) und bis die da sind, werden meine Füße die alten Treter sicher überleben. Zumindest, wenn ich damit nicht Fußball spielen muss.

Also ich bin ja für Krafttraining. Das könnte ich im Notfall noch mit meinen Tschibo-Wohlfühlklamotten machen. Meine Füße müsste ich auch nicht in zu kleine Schuhe zwängen. Gewichte stemmen kann man auch ohne Schuhe. Dürfen einem nur nicht auf die Füße fallen.

Und wenn ich dann irgendwann so richtig Muckies habe, muss ich auch beim Tanker den Rückwärtsgang nicht mehr beidhändig einlegen. Wäre doch schön.

Samstag, 11. April 2015

Zeit zum Lesen


Gestern habe ich es endlich fertig gelesen: "Love Wins" von Rob Bell. Deutscher Titel: "Das letzte Wort hat die Liebe". Eigentlich würde ich gerne eine kleine Rezension darüber schreiben, habe aber noch ordentlich damit zu tun, das alles zu verarbeiten, was der gute Rob Bell da schreibt. Ich habe festgestellt, dass ich anfange, das ganze Buch nachzuerzählen, wenn ich eigentlich nur kurz zusammenfassen will, worum es da geht. So sehr hat es mich gepackt. Also mein Vorschlag: lest es einfach selbst! Es lohnt sich! 

Er hat seeeeeehr interessante Ansätze in Bezug auf Himmel, Hölle, Christus und einen liebenden Gott. Da ist vieles dabei, das ich sofort unterschreiben würde. Andere Dinge werfen eine Menge Fragen auf. Und wenn ich auch noch nicht in der Lage bin, eine Rezension zu verfassen, kann ich doch wenigstens ein Urteil abgeben: Tolles Buch!


Und manchmal habe ich sogar die Zeit, ein bisschen was Nicht-Theologisches nebenbei zu lesen. "Schiff auf Strand" von Meta Schoepp ist das, was ich zur Zeit am Wickel habe. Es wurde mir netterweise von einer Kirchengemeinderätin ausgeliehen. Auch hier gibt es für mich so einiges zu entdecken. Nicht über Himmel und Hölle sondern über die Helgoländer. Und den armen Pastor, der damals im 19. Jahrhundert hier klarkommen musste. Wenigstens wussten sie ansatzweise, was sie an ihm hatten, wie eine Debatte über die Besetzung des einzigen Stuhls im Raum zeigt:

"Es waren zwei lange Tische und bequeme Bänke aufgestellt und ein Stuhl für den preußischen Hauptmann oder für den Pastor. Und das gab schon Anlass zum Streit. 'Der preußische Hauptmann geht uns nichts an', sagte Nan Hansen, 'aber der Pastor ist unser Pastor. Und den können wir hinsetzen, wohin wir wollen. Und außerdem ist er was Heiliges. Es ist immer gut, wenn man sowas hat.'"

Ob die Helgoländer heute auch noch so denken? Aber egal, ob ich nun aus Sicht mancher Leute "was Heiliges" bin oder nicht, einen Stuhl habe ich hier bisher immer angeboten bekommen.  Das sind doch die besten Voraussetzungen!



Donnerstag, 9. April 2015

Pastorin im Einsatz

Wie gut, dass ich so einen verständnisvollen Arbeitgeber habe ...



Wobei sich da die interessante Frage stellt, wer denn mein verständnisvoller Arbeitgeber ist: Die Kirche? Das Landeskirchenamt? Der Kirchenkreis? Die Kirchengemeinde? Gott? Alle haben es jedenfalls gut drauf, mir Arbeit zu geben ;-)


Montag, 6. April 2015

Die Osterkerze ist zu lang

Fazit nach dem 5. Gottesdienst: Die Osterkerze ist zu lang! Ich weiß, ihr hättet jetzt so etwas theologisch Wertvolles erwartet wie: Der Herr ist auferstanden! Aber das haben wir ja in der Osternacht schon festgestellt. Vielleicht hättet ihr auch etwas menschlich Wertvolles erwartet wie: Geschafft, der Gottesdienstmarathon ist zuende! (Bis Sonntag jedenfalls.)

Aber nein, alles was uns nach fünf heiligen Tagen einfällt, ist die Osterkerze.  Jetzt ist es amtlich, denn sogar Herr K. findet: Die Osterkerze ist zu lang! Naja, eigentlich fragte er nach dem Gottesdienst nur empört, wer denn die Osterkerze schon ausgemacht hätte. Die Osterkerze müsse als erste angezündet und als letzte wieder ausgemacht werden. Ich hatte schon darauf gewartet, hochliturgische Einsichten aus seinem Mund zu hören wie: Die Osterkerze muss als erste angezündet und als letzte wieder ausgemacht werden, weil, naja, es eben die Osterkerze ist. Oder so. Ich bekam dann aber zu hören: ... sonst haben wir die ganzen nächsten Jahre noch damit zu tun! Was ich eigentlich nicht schlimm finde. Dann sparen wir in den nächsten Jahren das Geld für neue Osterkerzen. Alles, was wir tun müssten, wäre, die Jahreszahl abzupulen. Und dann hält das lange Ding mindestens noch zwei Jahre durch. Wo steht eigentlich, dass es jedes Jahr eine neue Osterkerze geben muss?!

Dabei ist die diesjährige Osterkerze nur 20 cm länger als die aus dem letzten Jahr. Aber ich muss auch zugeben, dass ich den Spruch unserer Küsterin "Wir haben die Osterkerze etwas (!) zu lang bestellt" für die Untertreibung des Jahrhunderts hielt. Das Ding kann ja nichtmal ich auspusten, ohne mich auf eine der Stufen zu stellen, die zum Altarraum führen. Und ich bin nicht gerade kurz geraten. Ich bekam die Osterkerze gestern auch erst beim dritten Anlauf aus, weil der brennende Docht nun in höheren Sphären schwebt. Runterpusten geht leicht. Raufpusten nicht. Heute habe ich es gar nicht erst versucht, sondern mich rechtzeitig aus der Kirche geschlichen. 

Aber ich muss mich wohl daran gewöhnen, in Zukunft einen unserer Kerzenausmacher zu benutzen, anstatt die Osterkerze einfach auszupusten. Mit dem Kerzenausmacherdings ist das allerdings auch nicht so leicht. Da muss man nämlich tierisch aufpassen, dass man den Docht nicht im flüssigen Kerzenwachs versenkt oder womöglich noch abbricht. Beim Ausmachen der Kerzen am Leuchter ist uns das mal passiert. Da steckten dann zwei Dochte in der Kerze, der normale und das abgebrochene Stück. Wenn zwei Dochte brennen, dann brennt die Kerze viel schneller ab und tropft wie Sau. Sehr zum Leidwesen eines Musikers, der bei einem Kozert im letzten Jahr genau unter zwei dieser tropfenden Kerzen saß. Nicht gut. Gar nicht gut! Und genau aus dem Grund puste ich lieber, als den Kerzenausmacher zu verwenden.

Ich könnte natürlich auch längere Gottesdienste feiern. Drei Stunden statt einer Stunde. Dann brennt die Kerze länger und ist vielleicht zum nächsten Ostern auf eine vertretbare Länge runtergebrannt. Aber ich habe die Befürchtung, dass dann die Gottesdienstbesucherzahlen drastisch sinken. Also lassen wir das lieber. Ich fürchte, wir werden wohl mit einer zu langen Osterkerze leben müssen.



Da stand die Osterkerze noch da, wo sie eigentlich immer steht: IM Altarraum. Jetzt steht sie VOR dem Altarraum, damit wir sie auch anzünden können ;-)

Freitag, 3. April 2015

Karfreitag

Ich weiß auch nicht, warum ich gerade für den Karfreitagsgottesdienst immer alles so perfekt haben muss. Wahrscheinlich, weil es ja irgendwie was von Beerdigung hat. Bei Beerdigungen darf auch bloß nichts schiefgehen. Aber irgendwas geht ja immer schief in Gottesdiensten. Bei mir jedenfalls. 

So war es denn heute die Technik, die mir das Leben schwer machte. Ich hatte für den Predigtteil des Gottesdienstes die Bilder und Texte aus dem Ökumenischen Jugendkreuzweg 2015 vorgesehen. Leider ist meine Leinwand nicht so groß, wie ich sie gerne hätte. Und leider ist unsere Kirche viel größer, als ich sie heute gerne gehabt hätte. Jedenfalls waren die Bilder viel zu klein in der großen Kirche - fand ich. Nach langem Hin- und Herjustieren standen Beamer und Leinwand dann so, wie ich sie haben wollte. Die Bilder waren einigermaßen gut zu sehen. Und dann fiel mir doch noch ein, Herrn K. mal zu fragen, wo denn der Chor eigentlich stehen sollte. Natürlich genau hinter (!) der Leinwand. Na super! Das bedeutete: Auf- und Abbau während des Gottesdienstes. Leinwand erst aufbauen, nachdem der Chor das erste Lied gesungen hat. Leinwand abbauen, bevor der Chor das zweite Lied singt. Der Beamer konnte natürlich auch erst nach dem ersten Chorlied angeschaltet werden und musste vor dem nächsten Chorlied wieder aus sein, damit er die Sänger beim Singen nicht "anbeamt".  Aber: Der Beamer lässt das nicht leise über sich ergehen. Er macht leider beim An- und Ausschalten immer so komische Musik, die weder zum Chor noch zu Karfreitag und schon gar nicht in einen Gottesdienst passt. Ich bin bis heute nicht dahinter gestiegen, wie man die komische Musik abstellt. 

Das alles passte mir so gar nicht in den Kram. Bis eine Stunde vor Gottesdienstbeginn zermarterte ich mir noch das Hirn, wie das Problem zu lösen sei, aber mir fiel einfach nichts ein. Und ich war völlig frustriert. Irgendwo lief mir auch noch ein Text über den Weg, in dem es darum ging, dass Karfreitag eine Menge mit Scheitern zu tun hat. Ich dachte nur: Ich will aber jetzt mit meinen Kreuzwegbildern im Gottesdienst nicht scheitern!

Und dann hatte ich plötzlich den jüdischen Gebetsschal in der Hand, den ich in den USA von Freunden als Abschiedsgeschenk bekommen hatte. So ein Gebetsschal ist eigentlich wie ein kleines Zelt, in dem man sich mit Gott trifft. Und genau das habe ich dann getan: mich unter den Schal verkrümelt, zusammen mit Gott - nur er und ich. Und dann habe ich ihm erstmal alles um die Ohren gehauen, was ich über das Thema "Scheitern" denke - in Bezug auf Gottesdienstvorbereitung und überhaupt. 

Auf einmal war dann alles egal: Die Bilder, der Beamer, die Leinwand, mein Frust, mein Ärger. Alles, was zählte, war das, was uns der Karfreitag sagen will. Oder was ich denke, was Gott mir in "unserem Zelt" über Karfreitag sagen wollte: Christus trägt mit seinem Kreuz nicht nur unsere Schuld und unser Scheitern. Christus trägt uns überhaupt. Wir sind getragen und geliebt. Punkt.



So bin ich dann in den Karfreitagsgottesdienst marschiert. Der Beamer hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, noch einen obendrauf zu setzen, und die Bilder viel größer auf die viel zu kleine Leinwand zu werfen, als die Vorabeinstellung vorsah. Aber das war egal. Der Auf- und Abbau war auch egal. Genauso wie die komische Musik, die der Beamer beim An- und Ausmachen macht. Dafür hat der Chor umso schöner gesungen. Dafür waren die gemeinsamen Gebete viel eindrucksvoller, als die gezeigten Bilder. Selbst die Bilder hatten was: Obwohl sie aufgrund falscher Einstellung über die Leinwand hinausschossen, stand immer genau der richtige Teil des Bildes im Fokus. Zuzusehen, wie die Gottesdienstbesucher Steine unter das Kreuz legten als Symbol für das, was sie beschwert und niederdrückt, hat mich tief berührt - mehr als das Ablegen meines eigenen Steines. Den hatte ich ja gewissermaßen vorher schon abgelegt, unter meinem Gebetsschal.

Und am Ende dann die Feststellung: Nächstes Jahr machen wir es wieder genauso. Weil einfach alles richtig war. 

Donnerstag, 2. April 2015

Zuständigkeiten

Was tut Frau Pastorin, wenn sie den Gründonnerstagsgottesdienst hinter sich hat? Genau: Auf's Sofa hauen und Jesusfilme gucken!

Und darüber schmunzeln, wie die Kindergartenkinder Zuständigkeiten festlegen.

Heute Morgen gab es, wie jedes Jahr, ein Gründonnerstagsfrühstück im Kindergarten. Ich habe den Kindern, wie in jedem Jahr, die Geschichte von Jesus und dem letzten Abendessen mit seinen Jüngern erzählt. Dann haben wir, wie Jesus damals, ein Dankgebet gesprochen und Brot gebrochen und verteilt. Und dann haben wir uns, nicht wie Jesus, über die ersten Ostereier der Saison hergemacht. 



Und dann kam der Schornsteinfeger zu Besuch. Der war nämlich die letzten Tage hier auf der Insel, um sich davon zu überzeugen, dass mit den Helgoländer Kaminen alles in Ordnung ist. Der Schornsteinfeger sah uns beim Frühtücken und fragte auch gleich, ob wir das denn auch mit Gebet und Brotbrechen und so gemacht hätten. Ja, hatten wir. Da ich den christlichen Hintergrund unseres Schornsteinfegers kenne, schlug ich gleich vor: "Du kannst ja trotzdem nochmal mit uns beten." Hat er gerne gemacht, unser Schornsteinfeger. Und richtig gut, wie ich finde. Bei den Kindern hat das allerdings zu etwas Verwirrung und Protest geführt: Für's Beten sei doch die Pastorin zuständig und nicht der Schornsteinfeger! Einen betenden Schornsteinfeger kriegten sie nicht gewechselt.

Ich für meinen Teil fand's gut. Es war ein sehr schönes Beispiel dafür, dass jede(r) beten kann und darf, auch vor anderen, und nicht nur die, die für's öffentliche Beten bezahlt werden. Muss die Kiddies bei nächster Gelegenheit mal dran erinnern, dass sie selber ja auch während des Morgenkreises immer mal wieder vor allen anderen beten. Und das, obwohl sie weder Pastoren noch Schornsteinfeger sind. Und richtig schöne Gebete sind das!

Mittwoch, 1. April 2015

Spruch des Tages

Eigentlich sind Kirchengemeinderatssitzungen ja nicht öffentlich und wir sind alle zur Verschwiegenheit verpflichtet. Aber einer der Kommentare heute Abend war einfach zu gut! Außerdem ist er harmlos genug, um hier mal eine Ausnahme machen zu können.

Der Spruch des Tages fiel zum Thema "Goldene Konfirmation": "8 Leute haben sich angemeldet, aber nur 9 kommen zum Kaffee!"

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Und obendrauf gibt's ein Bild von meiner Primel, die ich im letzten Jahr aus ihrem Topf irgendwo in den Garten verfrachtet hatte. Sie hat den Umzug nicht nur überlebt sondern blüht pünktlich zu Ostern auch noch in voller Pracht: