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Nochmal Snapchat



Ich kann ja mit Snapchat rumspielen wie ein kleines Kind. Macht voll Spaß! Allerdings stelle ich gerade fest, dass mein neues heißgeliebtes Spielzeug auch eine Menge Stress verursachen kann. Und kleine Kinder sollten doch gar keinen Stress haben, finde ich. Das ist was für Erwachsene. Und bei denen muss das eigentlich auch nicht sein.

Aber ich komme hier gerade vom Thema ab.

Also, wo war ich? Ach ja: Snapchat. Es wird langsam stressig, weil:
- es noch ein zusätzliches Netzwerk ist, das ich neben Facebook, Twitter, WhatsApp Gruppen und Instagram pflegen muss
- die Beiträge nicht völlig sinnbefreit sein sollen, auch wenn sie nach 24 Stunden wieder verschwunden sind
- die ersten Leute sich inzwischen trauen, mich in Chats zu verwickeln (also Gespräche via Textnachrichten mit mir zu führen)
- ich die völlig bekloppte Idee hatte, meine sogenannten "Stories" nun auch noch zweisprachig zu gestalten, deutsch und englisch, weil ich inzwischen auch nicht-deutschsprachige Snapchat Bekanntschaften habe 

Als hätte ich nicht schon genug zu tun!!! Aber ich dachte mir, wenn ich schon ab und zu zweisprachig im Gottesdienst predige, weil wir nicht-deutschsprachige Gottesdienstbesucher*innen haben, dann breche ich mir damit auch bei Snapchat keinen Zacken aus der Krone. Also, nicht dass ich bei Snapchat predigen würde. Die Beiträge da sind um ein Viellfaches kürzer! Wirklich! 

Aber ich komme schon wieder vom Thema ab. Und das Wichtigste habe ich noch nicht genannt.

Stressig ist die ganze Sache besonders, weil:
- ich ein voll schlechtes Gewissen meinem Blog gegenüber habe!!!

Echt jetzt! Es fühlt sich fast so an, als würde ich fremdgehen. Tu ich ja irgendwie auch. Ich vernachlässige meinen Blog, weil es etwas Jüngeres, Moderneres und besser Aussehendes gibt. "Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht was Bess'res findet" ...

Wenigstens versuche ich nicht, meinen Snapchat-Seitensprung vor meinem Blog zu verheimlichen. Den Stress, den das verursachen würde, könnte ich, glaube ich, gar nicht aushalten.  Nein eigentlich will ich nur darauf hinweisen, dass ich meinen Blog auch weiterhin liebhabe, auch wenn ich durch Snapchat (und Instagram, und Twitter, und Facebook ...) weniger Zeit dafür aufbringen kann. Nein, eine Trennung steht hier nicht im Raum. Höchstens ein bisschen Polygamie. Wie gut, dass die in diesem Bereich nicht verboten ist, sondern dass alle Apps, die ich so liebe, auf meinem Handy ein Zuhause haben können. Und die Bibel kann in diesem Fall auch keinen moralischen Zeigefinger erheben, weil es noch gar kein Internet gab, als die geschrieben wurde. 

Obwohl: Boten, die Nachrichten überbrachten, gab es natürlich schon. Aber es gab noch keine organisierten  Botendienste, die miteinander in Konkurrenz hätten treten können. Glaube ich.

Egal! In der Bibel steht jedenfalls nicht drin, dass ich neben meinem Blog nicht auch Snapchat haben darf.

Da habe ich aber nochmal Glück gehabt, oder?

Kommentare

  1. Tja, gut, dass die Gebote bei "Du sollst nicht begehren... " aufhören und nicht noch eines drangehängt wurde: "Du sollst nicht mehr als einen Boten beschäftigen, weil sie sonst miteinander konkurrieren könnten." :-)
    Mir reichen Blog, FB und Insta - obwohl mein Blog gerade auch sträflich vernachlässigt ist....
    Vielleicht sollte ich jetzt gleich mal schauen gehen.... - womöglich ist er schon in eine tiefe Depression verfallen?!?! Oh weh..... Na dann bin ich mal hier weg....
    Liebe Sonntagsgrüße
    Birgitta

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  2. Ich glaube, wir sollten mit unseren Blogs in Paar-Therapie!

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    1. Das wäre echt eine Überlegung wert - Pamela, vielleicht ist das der neue Berufzweig schlechthin!! Genial!!!

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