Donnerstag, 9. Juni 2016

Survivaltipps für Helgoland

In einer Email fragte mich eine Bekannte, ob sie für ihren Helgolandaufenthalt Handtücher und Bettwäsche mitbringen müsste. Ich verneinte die Frage, denn hier bieten fast alle, die Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen, einen extrem guten Service, der Handtücher und Bettwäsche mit einschließt. Auf die Frage, ob sie sonst noch an etwas denken müsse, schrieb ich: An nichts außer dem sonst üblichen Kram, den man für Helgolandreisen so braucht, und führte ein paar Beispiele an.

Als verantwortungsvolle Pastorin wurde mir dabei gleich klar, dass ich unbedingt eine Liste der wichtigsten Dinge für Helgolandreisende ins Internet stellen muss, denn ein Helgolandaufenthalt ist nicht ohne und eigentlich sollte es für unsere schöne Insel heißen:


Ins Gepäck jedes Helgolandreisenden gehört ein Helgoland -Survival -Kit mit folgendem Inhalt:

- Einer Machete, um sich durch die dichte Vegetation kämpfen zu können: auf dem Oberland gibt es nämlich einen "Wald". Damit ist übrigens nicht der Dschungel im Pastoratsgarten gemeint.
- Einem gut sortierten Waffenarsenal, um eventuelle Schafangriffe abwehren zu können
- Einer Sicherungsleine, um bei dichtem Nebel nicht versehentlich vom Oberland zu fallen
- Einem Helm, um sich vor unautorisiertem Abwurf von Vogelkot zu schützen
- Einer Brotdose aus Stahl, um Fischbrötchen sicher verwahren zu können. Bei verstärkten Möwenangriffen Brotdose unbedingt am Körper festketten. Droht Lebensgefahr: Möwen mit dem Matjes ziehen lassen!
- Einem Fahrradständer. Auf Helgoland darf zwar von Nicht-Insulanern und Nicht-Kindern kein Fahrrad gefahren werden, aber man weiß ja nie, wofür man ihn sonst noch brauchen könnte. Vielleicht um herauszufinden, wer versehentlich ein Fahrrad mitgebracht hat. Oder um sich bei Sturm daran festzubinden.
- Sonnencreme LSF 350
- Einem Wecker, um einen daran zu erinnern, die Sonnencreme auch aufzutragen
- Einem Vorrat Spucktüten für den Fall, dass die Insel bei Seegang anfängt zu schaukeln
- Einem Fernglas, um sich am Büsumer Hochhaus orientieren zu können, wenn man sich verlaufen hat. Das Büsumer Hochhaus kann man wegen der Erdkrümmung allerdings nur vom Leuchtturm aus sehen (der nicht öffentlich zugänglich ist, ääätsch!)
- Einer Brille in angemessener Sehstärke, um Schilder mit lebensrettenden Hinweisen lesen zu können




- Einer Packung Knoblauchdragees, um dem Gehirn bei der Verarbeitung o.g. lebensrettender Hinweise zu helfen
- Einem Familienvorrat an Nutella, um dem Hungertod zu entgehen - in dem unwahrscheinlichen aber nicht unmöglichen Fall, dass alle Restaurants geschlossen haben und auch die Pastorin die Tür nicht aufmacht, um Ihnen von ihrem eigenen Nutella etwas abzugeben
- Einem selbstaufblasenden Rettungsboot, falls die Insel untergeht

Bei dieser Liste handelt es sich nur um den Inhalt des Helgoland-Survival-Kits in Größe S. Wir sind aber sehr bemüht, unser Sortiment zu erweitern und hoffen, Ihnen demnächst auch das Helgoland-Survival-Kit XXL vorstellen zu können.



Kommentare:

  1. Muss man sich um den Inhalt des Kits selber kümmern oder wird es beim Betreten der Insel angeboten? ;-)

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    1. Leider muss man sich bisher noch selber kümmern, aber ich werde die Idee mit dem Aushändigen mal an das Tourismusbüro weiterleiten ;-)

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  2. Geht das als Handgepäck ins Flugzeug?

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    1. Das wird eng. Deshalb finde ich die Idee mit dem vor Ort aushändigen ja auch viel besser!

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