Man erwartet von uns Pastoren ja immer, dass wir hart arbeitende Mitglieder der Gesellschaft sind, die alles machen, was von ihnen verlangt wird und das natürlich, ohne eine Gegenleistung zu verlangen oder irgendeine Form der Anerkennung zu erwarten. Der Dienst am Nächsten in ganz demütiger Haltung ist unser Auftrag. Gut biblisch. Gut christlich. Gut menschlich sieht sie Sache allerdings anders aus: So demütig bin ich nämlich gar nicht! Im Gegenteil! Ich bin eine Rampensau mit einem überdimensionalen Hang zur Selbstdarstellung. Das haben sowohl Freunde als auch Dienstvorgesetzte schon festgestellt und ich bin nicht geneigt, ihnen da zu widersprechen. (Wenn schon keine demütige Haltung so habe ich wenigstens eine gesunde Selbstwahrnehmung.) Da kratzt es dann aber ganz gewaltig an meinem Rampensau-Ego, wenn man die Sau nicht auf die Rampe lässt. So geschehen beim gestrigen Festakt "175 Jahre 'Lied der Deutschen' " (von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, das er...