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Meine Konfirmanden sind Streber

Ob sie das von ihrer Pastorin haben? Meine Konfis können das Vaterunser nach drei Wochen Konfirmandenunterricht auswendig. Psalm 23 kommt so nach vier Monaten von ganz alleine. Aber das Größte ist ja immer für mich der Gottesdienst: Ich weise die Gottesdienstbesucher gerne darauf hin, dass das Glaubensbekenntnis hinten im Gesangbuch abgedruckt ist (letzte Seite), denn nicht jeder kann das auswendig. Ich könnte mich immer beömmeln, wenn ganz viele Leute hektisch in den Gesangbüchern blättern, während meine Konfis ihre demonstrativ zuklappen und beiseitelegen. (Hab' ich, glaube ich, schonmal erzählt, aber macht ja nix. Doppelt hält besser.) Der Jahrgang, den ich dieses Jahr konfirmiert habe, hat den Vogel abgeschossen: Die hatten nach einem knappen Jahr alle(!) erforderlichen Gottesdienste für die ganze Konfirmandenzeit "abgearbeitet" (15 pro Jahr, also in diesem Fall schon alle 30, plus diverse Küsterdienste und Lesungen im Gottesdienst). Und sie kamen trotzdem noch weiter...

Kirchenbesichtigung mal anders

Man kann(!) völlig willenlos durch eine Kirche latschen, um sie zu besichtigen. Muss man aber nicht.  Man kann sich auch Zeit dafür nehmen. Man kann sich aber auch richtig viel Zeit dafür nehmen, und dann die Kirche gleich aus einem anderen Blickwinkel betrachten: als Raum der inneren Einkehr, als Ort des Gebets. Dazu schlage ich vor, das in unserer Kirche NICHT zwischen 13.00 und 15.00 Uhr zu tun, denn da latschen diverse Tagesgäste manchmal ziemlich willenlos und meistens ziemlich lautstark durch unsere Kirche. Da wird das nix mit innerer Einkehr oder stillem Gebet.  Glaubt es mir! Ich hab' das schon ausprobiert! Die schönste Zeit ist, wie ich finde, der Morgen. Ab 8 ist unsere Kirche unter der Woche auf (es sei denn, ich habe mal wieder verschlafen, oder schlichtweg vergessen aufzuschießen) und ab 10 am Wochenende. Der Morgen ist eine schöne Zeit, um sich vielleicht mal die "Perlen des Glaubens " und eines der Perlengebete zu schnappen, sich in einer Kirchenbank nieder...

Urlauberseelsorge

Ich hatte mir selbst neulich die Frage gestellt, ob meine Urlaube denn nun als Fortbildungsmaßnahmen zählen, weil meine Stellenbeschreibung eine 50%ige Beauftragung für Urlauberseelsorge beinhaltet. Die Frage war natürlich rein rhetorisch, denn niemand glaubt hier im Ernst, dass die Kirche mir dafür die Reisekosten erstatten würde! Aber mir meine Urlaube mal aus Sicht einer Fortbildungsmaßnahme zu begucken, hat mir dann doch irgendwie gefallen.  Ich habe mich gefragt:  Was will ich eigentlich, wenn ich im Urlaub bin? Und: Was will ich eigentlich von Kirche, wenn ich im Urlaub bin? Die erste Frage lässt sich schnell beantworten: Ich will aus-spannen, ent-spannen, ab-spannen. Ich will geocachen gehen, interessante Orte angucken, wandern, bergsteigen, baden, schlafen, lesen, Musik hören, die Seele baumeln lassen, spielen oder einfach nichts tun. Am allermeisten will ich aber in Ruhe gelassen werden. Über die zweite Frage musste ich länger nachdenken. Als erstes kamen mir die Sach...

Survivaltipps für Helgoland

In einer Email fragte mich eine Bekannte, ob sie für ihren Helgolandaufenthalt Handtücher und Bettwäsche mitbringen müsste. Ich verneinte die Frage, denn hier bieten fast alle, die Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen, einen extrem guten Service, der Handtücher und Bettwäsche mit einschließt. Auf die Frage, ob sie sonst noch an etwas denken müsse, schrieb ich: An nichts außer dem sonst üblichen Kram, den man für Helgolandreisen so braucht, und führte ein paar Beispiele an. Als verantwortungsvolle Pastorin wurde mir dabei gleich klar, dass ich unbedingt eine Liste der wichtigsten Dinge für Helgolandreisende ins Internet stellen muss, denn ein Helgolandaufenthalt ist nicht ohne und eigentlich sollte es für unsere schöne Insel heißen: Ins Gepäck jedes Helgolandreisenden gehört ein Helgoland -Survival -Kit mit folgendem Inhalt: - Einer Machete, um sich durch die dichte Vegetation kämpfen zu können: auf dem Oberland gibt es nämlich einen "Wald". Damit ist übrigens nich...

Für Mama und Papa ein paar Segelbilder zum Angucken

Bei Twitter, Facebook und Instagram sind sie schon drin. Und dann fiel mir ein, dass ihr die Bilder da ja gar nicht sehen könnt. Also mussten sie hier auch noch rein. Betrachtet das als internetiale Postkarte von der Insel. Naja, eigentlich von VOR der Insel. Ihr wollt wissen, was "internetial" ist? Weiß ich auch nicht. Hab' ich grade erst erfunden. Vielleicht sowas wie "via Internet" + "genial" = internetial. Jedenfalls ganz viele liebe Grüße nach drüben aufs Festland!

Kreuzwege #2

Bilanz des heutigen Pastorensonntags

Ausschlafstunden: 1 Frühstücke: 1 Absolvierte Yogaeinheiten: 0 Gewaschene Trommeln Wäsche: 1 Einkäufe: 2 weil ich das Spüli vergessen hatte und nochmal los musste Erfolglose Geburtstagsbesuche: 1 Emails: weiß ich nicht mehr, vielleicht 20 oder so, jedenfalls alle dienstlich Vorbereitete Konfirmandenunterrichte: 2 Vorbereitete Friesengottesdienste: 0,75 Vorbereitete Friesenpredigten: 0,177777777777777777777 Organisten genervt: 1 Nervenzusammenbrüche: 0,98 Mittagessen: wenn eine große Portion Eis als Mittagessen zählt, dann 1. Sonst 0 Mit Eisflecken versehene Kollarhemden: 1 Pausen im Strandkorb mit akuter Lärmbelästigung durch Kirchensanierung: 1 Gelernte Lektionen in französischer Sprache: 5 Versteckte Hunde aufgestöbert: 1 Erledigte Post: 6  A ngewiesene Rechnungen: 4 Gemähte Rasen: 0 Geputzte Wohnungen: 0 Erledigte Steuererklärungen: 0 Abendessen: 1 Feuerwehrdienste: 1 Abgefahrene Rücklichter: 0 Gewonnene Mau-Mau Spiele: 0 Geputzte Zähne: 84 (hab' meine Weisheitszähne nicht mehr)...