Direkt zum Hauptbereich

Bücher in die Bücherkiste!

Und nicht in den Pastoratsflur! 

Da ich inzwischen festgestellt habe, dass alle, die auf dieser Insel unterwegs sind, Insulaner wie Gäste, immer bestens darüber Bescheid wissen, was da so alles in meinem Blog steht, nutze ich dieses Medium mal für einen Aufruf:

Wenn ihr Bücher abzugeben habt, dann legt sie bitte in die Bücherkiste in der Kirche und nicht in meinen Flur. Ich weiß, dass es eine echte Herausforderung darstellen kann, mit den Büchern anzurücken, wenn die Kirche auch auf ist, nämlich Montags bis Freitags zwischen 8.00 Uhr und 16.00 Uhr oder Samstags und Sonntags zwischen 10.00 Uhr und 18.00 Uhr. Ich weiß auch, dass die Herausforderung noch größer ist, wenn ihr nochmal wiederkommen müsst, dann nämlich, wenn die Kirche beim ersten Versuch abgeschlossen ist. Aber bitte, bitte, bitte (!) deponiert die Bücher nicht im Pastoratsflur! Ich ersticke nämlich so langsam in diesen Büchern und habe auch nicht immer die Zeit, sie in regelmäßigen Abständen in die Kirche zu schaffen. Ich weiß: das sieht gar nicht nach so viel aus, wenn da so ein, zwei oder drei Bücher auf dem Kopierer geparkt werden, aber wenn das mehrfach täglich durch diverse wohlmeindende Spender geschieht, dann weiß ich irgendwann nicht mehr wohin mit den ganzen Büchern. Ich hatte ja mal erwähnt, dass ich für Quietscheenten durchaus bereit wäre anzubauen. Für Bücherspenden gilt das nicht!

Es kann natürlich auch sein, dass ich das mit den Büchern gründlich missverstanden habe, und sie gar nicht für die Bücherkiste bestimmt sind, sondern für mich. Allerdings werde ich diese Massen an Büchern gar nicht zu meinen Lebzeiten bewältigen können. Außerdem suche ich mir meinen Lesestoff vorzugsweise selber aus. Natürlich lasse ich mich auch gerne auf Empfehlungen ein, wie mit dem wunderbaren Buch "Schiff auf Strand". Das wurde mir netterweise nach meiner Äußerung "das würde ich gerne mal lesen" ausgeliehen. Die "Bewohnte Frau", die schon seit ein paar Tagen den Pastoratsflur bewohnt, weckt dagegen nicht so wirklich mein Interesse, selbst wenn es ausdrücklich von der "Brigitte" empfohlen wurde mit dem Kommentar "Ein Buch, geeignet zum Verschlingen in einer Nacht". Ich werde es ganz sicher nicht in einer Nacht verschlingen und auch nicht in den nächsten zehn Jahren. Es wird entweder demnächst die Bücherkiste in der Kirche bewohnen, wo es hingehört (wenn ich denn dran denke, es mit rüber zu nehmen) oder in meinen Papierkorb einziehen.





Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Du arbeitest doch nur sonntags

Der Tweet einer Kollegin hat mich sehr nachdenklich gemacht. Sie schrieb, dass sie ein schlechtes Gewissen hatte, weil sie nach einem 10stündigen Arbeitstag schon Feierabend machte. Erst letzte Woche habe ich einen Zeitungsartikel über eine Pfarrerin mit Burnout gelesen. In den letzten Jahren häuften sich in meinem engeren wie weiteren pastoralen Umfeld die Fälle von Burnout. Ich finde, es wird Zeit, sich nicht nur Gedanken über dieses Problem zu machen, sondern auch darüber zu reden! Und vor allem etwas gegen dieses ungesunde Arbeitspensum zu tun! Denn es ist ja inzwischen medizinisch erwiesen, dass mehr als 50 Arbeitsstunden pro Woche krank machen.
Eigentlich wollte ich über dieses Thema gar nicht losschreiben, weil ich doch schon weiß, was wieder an Reaktionen kommt:  - Ach komm, stell dich nicht so an! - Manchmal muss man eben auch mal etwas mehr machen. - Ich arbeite auch so viel und beschwere mich nicht. - Du wirst schließlich dafür bezahlt! - Du arbeitest doch sowieso nur sonntags
Da …

Hundekacke mit Fähnchen

Ja, die findet man tatsächlich auf Helgoland: Hundekacke mit Fähnchen. Hundekacke mit Zielflagge, um genau zu sein. (Das Original befindet sich hinter  dem Emoji-Haufen auf dem Bildund und war mir zu unappetitlich, um es hier zu zeigen.)

Zum ersten Mal sind mir die mit schwarz-weiß karierten Fähnchen garnierten Hundehaufen kurz vor meinem Urlaub aufgefallen. Ich war selbst gerade auf Hunderunde und mein Pelzgesicht hatte die Haufen natürlich zuerst entdeckt. Durch den Geruch. Nicht durch die Fähnchen. Ich stand eine ganze Weile davor, bewunderte das Kunstwerk und machte mir so meine Gedanken. Wollte jemand auf die Hundehaufen aufmerksam machen, damit niemand reintritt? Eigentlich eine gute Idee, denn diese Haufen lagen zwar am Wegrand und nicht mitten auf dem Weg, aber durchaus in Reichweite unachtsamer Füße.
Oder wollte jemand auf diese Weise seinen oder ihren Unmut kundtun? Jedenfalls fand ich die Markierungsaktion vor ein paar Wochen noch irgendwie witzig. Als ich vorgestern von mein…

Neues aus der Helgoländer Gerüchteküche

Also ohne die Helgoländer Gerüchteküche wäre das Leben auf der Insel schon ziemlich fade! Ich habe lange nicht mehr so herzhaft gelacht wie nach dem Telefongespräch mit einer Schäfchen hütenden Person heute morgen. Die rief nämlich an, weil sie Interesse hatte, meine Nachfolge auf der inseleigenen Pfarrstelle anzutreten. Nicht dass ich meinen Nachfolger oder meine Nachfolgerin einfach selber bestimmen könnte. Da gibt's ja noch ein Kirchenrecht, das entweder Besetzung über den Bischof oder Stellenausschreibung vorschreibt. Aber das kirchliche Stellenbesetzungsprozedere interessiert sowieso nicht, WEIL ICH HIER JA GAR NICHT WEG WILL!
Auch wenn besagtem Amtsgeschwister neulich, bei einem Besuch unserer Insel, mitgeteilt wurde, ich würde demnächst die Insel und die dazugehörige Kirchengemeinde verlassen. Obwohl: Mein Urlaub steht an und es wäre nicht das erste Mal, dass die Leute hier glauben, ich würde nach einer dreiwöchigen Reise nicht wiederkommen. Als ich vor ein paar Jahren unser…