Dienstag, 3. März 2015

Festlandsvorbereitungen



Irgendwie ist so ein dienstlicher Trip zum Festland auch nicht viel anders, als auf große Urlaubsreise zu gehen. Nur, dass es eben dienstlich ist und nicht Urlaub. Die ganzen Vorbereitungen sind irgendwie dieselben. Ich habe bloß ein kleines bisschen weniger Gepäck dabei, wenn es auf Dienstreise geht. Meistens nehme ich sogar extrawenig mit, damit die ganzen Festlandseinkäufe noch in den Koffer passen.

Die Wäsche muss gewaschen werden, denn natürlich sind die Sachen, die ich mitnehmen will, NICHT sauber! Wo ist eigentlich mein Schlafsack? Die Tasche für den Hund muss gepackt werden, denn der Vierbeiner geht zwangsweise auch auf Dienstreise - zum Hundesitter nämlich. Meine eigene Tasche muss gepackt werden. Der Anrufbeantworter muss umgesprochen werden, damit die Leute wenigstens wissen, WARUM sie sich über meine Abwesenheit ärgern. (Bin ich nicht nett?!) Dasselbe gilt für die Abwesenheitsnotiz an der Eingangstür. Noch schnell die Post, Emails und hunderttausendmillionen Anrufe erledigen. Meinen Mitarbeitern letzte Instruktionen geben. Abwasch und Müll schaffe ich wohl nicht mehr. Ist aber nicht schlimm, denn ich bin ja morgen hoffentlich wieder da. So lange kann das Zeug noch vor sich hin stinken. Noch eben mit dem Hund raus. Essen muss ich auch unbedingt! Wer weiß, wann ich wieder was kriege. Außerdem: Bei kirchlichen Besprechungen gibt es meistens nur Kaffee und Kekse (bei mir gibt es keine Kekse. Hab' nie welche da. Kaffee gibt es nur manchmal - je nachdem, ob ich Lust habe, welchen zu kochen.) Also fällt ein vernünftiges Abendessen wohl aus.  Dann den Hund wegbringen, Tasche schnappen und ab zur Dünenfähre. Hab' ich eigentlich die Kaffeemaschine ausgeschaltet? Ist der Herd aus? Sind die Fenster zu? Heizung runtergedreht? Ich muss mich jetzt echt beeilen, wenn ich auf dem Weg zur Fähre noch Geld holen will! Auf dem Flugplatz  hoffentlich nochmal bei einem Becher Kaffee durchatmen, bevor ich in den Flieger steige. Beten, dass wir heil rauf und wieder runter kommen. Hoffentlich klappt das mit der Mitfahrgelegenheit auf dem Festland. Und dann ab zum ersten Termin.

Und wenn ich mir vorstelle, ich würde in den Urlaub fahren, dann wird es vielleicht auch ein bisschen wie Urlaub. Nur dass ich nicht wie im Urlaub ausschlafen kann. Nur, dass die dienstlichen Termine keine wirkliche Urlaubsstimmung aufkommen lassen. Nur, dass die große Shoppingaktion ausfallen muss. (Der Schlafsack, den ich dieses Mal dabei habe, nimmt einfach zu viel Platz weg. Mist!) Dafür werde ich einen Haufen netter Leute treffen! Und das ist wirklich fast wie Urlaub :-)

Kommentare:

  1. Dienstreise ist Urlaub in Kleinformat oder Urlaub auf Probe oder bezahlte Abwesenheit oder....
    Ich erlebe das auch immer so. Hoffentlich hattest du eine gute Dienstreise!
    Liebe Grüße vom Festland - ganz weit weg vom Meer. :-)

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    1. Die Dienstreise war in diesem Fall durchwachsen. Der Kaffee zum Frühstück fehlte. Aber das weißt du inzwischen vermutlich schon.

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