Direkt zum Hauptbereich

Zu viel Kuchen



So, meine Konfis sind konfirmiert und sitzen nicht mehr unter meinem Schirm, sondern "nur noch" unter dem Schirm des Höchsten (Psalm 91). Dafür sind sie da richtig gut aufgehoben! 

Es war ein wunberbarer Gottesdienst gestern! Wenn ich meine Konfis, die ich immerhin fast zwei Jahre unter meinem pastoralen Schirm hatte, nicht ziehen lassen müsste, hätte mir die Konfirmation noch mehr Spaß gemacht. Aber so habe ich nicht nur mit einem lachenden sondern auch mit einem weinenden Auge gefeiert. Da bleibt jetzt die Frage, ob der viele Kuchen, den ich gestern bei den Konfirmationsbesuchen gefuttert habe, in die Kategorie "Frustessen" fällt. Jedenfalls hat er mir eine schlaflose Nacht beschert. Ich hatte mich völlig überfressen und auf einer Kugel von Bauch, die die Dimension eines Medizinballs hat, schläft es sich einfach nicht gut. Nächstes Jahr bin ich schlauer! Aber da werden es auch nicht so viele Konfirmandenbesuche nach dem Gottesdienst, denn die Gruppe ist kleiner. Obwohl: Ich habe dann überall mehr Zeit, um mehr Kuchen zu futtern, weil es ja nicht so viele Besuche sind, die ich in einen einzigen Nachmittag reinquetschen muss. Ich glaube, ich muss unbedingt etwas an meinem konfirmatorischen Essverhalten ändern.

Über Ostern habe ich diese Probleme nicht. Da habe ich immer so viel zu tun, dass ich kaum zum Kochen komme und eher Angst haben muss, dass ich über die Feiertage verhungere. Zum Glück gibt es Ostereier! Natürlich die aus Schokolade, nicht die, die man vorher auch noch kochen muss! Mit gekochten Eiern wäre ich total überfordert. Und zum Glück habe ich die Fastenzeit nur mit Bestellfasten verbracht. Sonst hätte ich gestern womöglich noch mehr Kuchen in mich reinstopfen müssen. Und dann wäre ich ganz sicher geplatzt! 

P.S.: Eigentlich hatte ich gehofft, heute schon eine Menge Fotos von der Konfirmation bringen zu können. Dann hätte ich nicht so viel Text schreiben müssen. Aber da ich selten dazu komme, während eines Gottesdienstes Fotos zu machen (eigentlich nie), muss ich mich in Geduld üben und warten, bis mir jemand etwas zukommen lässt. Ich hoffe, ich kann in dieser Woche viele, viele Fotos in meinen Blog stellen (wovon auch immer), damit ich am Besten gar keinenText mehr schreiben muss. Denn über Ostern fehlt mir nicht nur zum Kochen die Zeit. Wir werden sehen ...

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Du arbeitest doch nur sonntags

Der Tweet einer Kollegin hat mich sehr nachdenklich gemacht. Sie schrieb, dass sie ein schlechtes Gewissen hatte, weil sie nach einem 10stündigen Arbeitstag schon Feierabend machte. Erst letzte Woche habe ich einen Zeitungsartikel über eine Pfarrerin mit Burnout gelesen. In den letzten Jahren häuften sich in meinem engeren wie weiteren pastoralen Umfeld die Fälle von Burnout. Ich finde, es wird Zeit, sich nicht nur Gedanken über dieses Problem zu machen, sondern auch darüber zu reden! Und vor allem etwas gegen dieses ungesunde Arbeitspensum zu tun! Denn es ist ja inzwischen medizinisch erwiesen, dass mehr als 50 Arbeitsstunden pro Woche krank machen.
Eigentlich wollte ich über dieses Thema gar nicht losschreiben, weil ich doch schon weiß, was wieder an Reaktionen kommt:  - Ach komm, stell dich nicht so an! - Manchmal muss man eben auch mal etwas mehr machen. - Ich arbeite auch so viel und beschwere mich nicht. - Du wirst schließlich dafür bezahlt! - Du arbeitest doch sowieso nur sonntags
Da …

Hundekacke mit Fähnchen

Ja, die findet man tatsächlich auf Helgoland: Hundekacke mit Fähnchen. Hundekacke mit Zielflagge, um genau zu sein. (Das Original befindet sich hinter  dem Emoji-Haufen auf dem Bildund und war mir zu unappetitlich, um es hier zu zeigen.)

Zum ersten Mal sind mir die mit schwarz-weiß karierten Fähnchen garnierten Hundehaufen kurz vor meinem Urlaub aufgefallen. Ich war selbst gerade auf Hunderunde und mein Pelzgesicht hatte die Haufen natürlich zuerst entdeckt. Durch den Geruch. Nicht durch die Fähnchen. Ich stand eine ganze Weile davor, bewunderte das Kunstwerk und machte mir so meine Gedanken. Wollte jemand auf die Hundehaufen aufmerksam machen, damit niemand reintritt? Eigentlich eine gute Idee, denn diese Haufen lagen zwar am Wegrand und nicht mitten auf dem Weg, aber durchaus in Reichweite unachtsamer Füße.
Oder wollte jemand auf diese Weise seinen oder ihren Unmut kundtun? Jedenfalls fand ich die Markierungsaktion vor ein paar Wochen noch irgendwie witzig. Als ich vorgestern von mein…

Neues aus der Helgoländer Gerüchteküche

Also ohne die Helgoländer Gerüchteküche wäre das Leben auf der Insel schon ziemlich fade! Ich habe lange nicht mehr so herzhaft gelacht wie nach dem Telefongespräch mit einer Schäfchen hütenden Person heute morgen. Die rief nämlich an, weil sie Interesse hatte, meine Nachfolge auf der inseleigenen Pfarrstelle anzutreten. Nicht dass ich meinen Nachfolger oder meine Nachfolgerin einfach selber bestimmen könnte. Da gibt's ja noch ein Kirchenrecht, das entweder Besetzung über den Bischof oder Stellenausschreibung vorschreibt. Aber das kirchliche Stellenbesetzungsprozedere interessiert sowieso nicht, WEIL ICH HIER JA GAR NICHT WEG WILL!
Auch wenn besagtem Amtsgeschwister neulich, bei einem Besuch unserer Insel, mitgeteilt wurde, ich würde demnächst die Insel und die dazugehörige Kirchengemeinde verlassen. Obwohl: Mein Urlaub steht an und es wäre nicht das erste Mal, dass die Leute hier glauben, ich würde nach einer dreiwöchigen Reise nicht wiederkommen. Als ich vor ein paar Jahren unser…