Samstag, 7. Februar 2015

Die Technik schlägt Brücken aufs Festland

Also heute hatte ich nicht das Glück, geschenkte Zeit genießen zu können. Nicht böse sein da drüben, aber wenn dienstliche Termine auf dem Festland ausfallen, weil mal wieder kein Flieger fliegt, oder so, dann finde ich das immer gar nicht so schlimm. Ist ja geschenkte Zeit, die ich auch anderweitig gut zu nutzen weiß. 

Heute hätte ich eigentlich zu einem ganztägigen Sansibar-Partnerschaftstreffen nach drüben gesollt. (Ja, der Reisebricht kommt noch - irgendwann) Wie das oft so ist, wäre ich heute nicht wieder zurückgekommen, hätte also eine Vertretung für den Gottesdienst morgen haben müssen. Die ist aber krank geworden und eine andere hab' ich nicht mehr finden können. Außerdem war der Flug sowieso abgesagt.

Aber nix geschenkte Zeit. Ich war bei dem Treffen in Heide auf Helgoland anwesend. An einem Treffen in Heide auf Helgoland teilnehmen? Skype macht's mal wieder möglich. Aber nicht ohne vorher mein Nervenkostüm gehörig zu attakieren. Ich hatte schon die ganze Woche versucht, das Skype-Programm zum Laufen zu bringen. Denn: Wir sind ja nicht doof und hatten vorher schon diesen Plan B, falls es mit meiner persönlichen Anwesenheit nicht klappen würde. Aber: Bei jedem Versuch, das Programm zu starten ist mir der Rechner abgestürzt. Sowas braucht die partnerschaftsbegeisterte Welt nun wirklich nicht. Keine Ahnung, wo das Problem war, aber als ich Skype neu installiert hatte, ließ es sich auch ohne Absturz starten. Allerdings konnte ich mich mal wieder nicht an mein Zugangspasswort erinnern. Also einfach ein neues Konto einrichten. Alles andere war mir zu aufwendig, so mit Passwort per Email zuschicken lassen und so. (Ich weiß gar nicht, wieviele Skype-Konten ich aus diesem Grund bereits habe, seufz!)

Es lief dann auch soweit ganz gut heute Morgen. Die Verbindung zur Partnerschaftsgruppe war hergestellt, aber ohne Ton. Na toll! Ich war offensichtlich gut zu hören bei meinen partnerschaftlichen Partnern, aber bei mir kam kein Laut an. Also wurden die Gespräche mit Telefon am Ohr und stummem Video geführt. Aaaaaaaaaaanstrengend!!!!!! Irgendwann muss es dann wohl doch jemandem da drüben gelungen sein, das Mikrofon anzuschalten ;-) Und: erstklassige Videokonferenz! Juhu!

Was ich an diesem Wunderwerk der Technik voll daneben fand, war die Tatsache, dass ich den anderen ständig beim Teetrinken und Apfelkuchenessen zugucken musste (mit Sahne!) und selber vergessen hatte mir eine Kanne Kaffee und ein bisschen was zum Naschen hinzustellen. 

Also das mit den Videokonferenzen muss ich wohl noch üben. Ob des dazu eine Fortbildung gibt? Oder Infobroschüren? So nach dem Motto 

"Leitfaden zur Teilnahme an einer Videokonferenz"
1. Achten Sie auf angemessene Kleidung. Nicht im Schlafanzug teilnehmen - die anderen können Sie sehen!
2. Achten Sie auf Ihr Verhalten. Nicht in der Nase popeln - die anderen können Sie sehen!
3. Pausenzeiten vorher absprechen. Nicht einfach aufs Klo verschwinden - die anderen können Sie dann nicht mehr sehen!
4. Genügend nahrhafte und wachhaltende Kost bereitstellen. Sie können nicht einfach mal was holen gehen - die anderen ... Naja, Sie wissen schon. 
5. Andere Arbeiten können nebenbei erledigt werden, aber achten Sie dabei unbedingt auf den Winkel der Kamera. Sie muss so eingestellt sein, dass der Schreibtisch und Ihre Hände nicht zu sehen sind. Achten Sie auch auf Ihren Gesichtsausdruck. Ein abwesender Blick könnte den anderen suggerieren, dass Sie nicht bei der Sache sind. Es empfielt sich, immer mal wieder interessiert in die Kamera zu schauen und zu zustimmend zu nicken.



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